Abschied von Schulseelsorgerin Mechthild Rensing

Am letzten Arbeitstag von Mechthild Rensing würdigte Schulleiter Heinrich Willenborg die langjährige Tätigkeit der Schulseelsorgerin.
Am letzten Arbeitstag von Mechthild Rensing würdigte Schulleiter Heinrich Willenborg die langjährige Tätigkeit der Schulseelsorgerin.

Mit großer Dankbarkeit hat sich die Liebfrauenschule in einer Feierstunde von ihrer Schulseelsorgerin Mechthild Rensing verabschiedet. Sie wechselt nach 13 Jahren an der Liebfrauenschule als Krankenhausseelsorgerin an das St. Sixtus-Hospital nach Haltern.

Am letzten Arbeitstag von Mechthild Rensing hatte Schulleiter Heinrich Willenborg das Kollegium sowie die weiteren Mitarbeiter aus der Verwaltung sowie Schulsozialarbeit und Übermittagsbetreuung versammelt. Er würdigte in seiner Ansprache die langjährige Tätigkeit der Schulseelsorgerin. Sie sei immer als Ansprechpartnerin da gewesen und habe in guten Zeiten, aber auch in Krisenzeiten andere begleitet. Ihr Aufgabenspektrum war sehr vielseitig. So hat sie nicht nur Religionsunterricht gegeben und Schulgottesdienste vorbereitet, sondern beispielsweise auch im Beratungsteam, im Kriseninterventionsteam und in der Religionsfachschaft gewirkt. Darüber hinaus hat sie den Kontakt zur Ortsgemeinde und den Geistlichen gehalten und vieles mehr. Außerdem verliere die Schule „eine ihrer besten Sängerinnen“, so Heinrich Willenborg. Als erste und bislang einzige Schulseelsorgerin der Sekundarschule habe sie einen fruchtbaren Acker bestellt und mit ihrer Arbeit zahlreiche Spuren hinterlassen. Er dankte ihr vielmals und wünschte ihr viel Glück für den neuen beruflichen Lebensabschnitt.

Auch die weiteren Gremien, in denen Mechthild Rensing aktiv war, fanden viele lobende Worte für ihre Zeit an der Liebfrauenschule. Cordula Klingeberg unterstrich stellvertretend für die Religionsfachschaft, dass sie als Schulseelsorgerin immer für andere Zeit gehabt habe. Nun solle sie sich auch Zeit für sich selbst nehmen und übergab ihr zur Erinnerung an ihre alte Wirkungsstätte einen Apfelbaum für ihren Garten. Mechthild Rensing versprach, Kontakt zu halten.

Die Lehrkräfte hatten sich ein kreatives Geschenk überlegt. In Anlehnung an die Aktion „Advent in Tüten“ der Schulseelsorgerin gab es nun mehr als 30 „Wundertüten“ mit kleinen Überraschungen für besondere Gelegenheiten. Die Kolleginnen und Kollegen aus der Verwaltung dachten bei ihrem Geschenk schon an den neuen Arbeitsplatz und überreichten eine „unempfindliche Büropflanze, die auch eine Zeitlang ohne tägliche Pflege auskomme“.

Musikalisch umrahmt wurde die Verabschiedung mit dem Lied „Du stellst meine Füße auf weiten Raum“. Die Textzeile stammt aus Psalm 31,9 und stellt das Motto der diesjährigen Fastenaktion von Misereor dar. Wie der Zufall es will, hatte Mechthild Rensing diesen Leitspruch auch für den Gottesdienst zur Verabschiedung des letzten 10er Jahrgangs gewählt. Wie sich nun herausstellt, wird dies ihr letzter Abschlussgottesdienst gewesen sein. Nach einem langen Prozess der persönlichen Auseinandersetzung kehrt Mechthild Rensing nun zu den Wurzeln ihrer beruflichen Laufbahn zurück. Als ausgebildete Krankenschwester und Pastoralreferentin wird sie als Krankenhausseelsorgerin am St. Sixtus-Hospital in Haltern tätig sein.

Für Mechthild Rensing war der Abschied sehr bewegend, sie sei dankbar für die vielen Gespräche, Begegnungen und Erlebnisse, freue sich aber auch auf die neue Aufgabe. Bereits am Vortag hatte sich die Schulseelsorgerin in einer großen Pause auf dem Schulhof von den Schülerinnen und Schülern mit einem Vers aus der Bibel verabschiedet. Zum Mitnehmen gab es Aufkleber, auf die der Spruch „Weil du so wertvoll bist“ gedruckt und in verschiedenen Sprachen übersetzt ist. Er solle alle daran erinnern, wie schön es sei, dass sie da sind und dass es sie gibt!

Text: Daniela Smolka

Fotos: Daniela Smolka/Ch. Ihmenkamp