Amnesty Briefmarathon

Großes Engagement zeigten die Schüler und Schülerinnen des 8er Französisch-Kurses.
Großes Engagement zeigten die Schüler und Schülerinnen des 8er Französisch-Kurses.

Die Masse macht’s!

Liebfrauenschüler kämpfen für Menschenrechte

Insgesamt 667 Briefe verschickt die Liebfrauenschule nun, um die Menschenrechtsorganisation Amnesty International beim Briefmarathon 2019 zu unterstützen. Es geht dabei darum, auf Verstöße gegen die Menschenrechte aufmerksam zu machen, Druck auf Regierungen auszuüben und sie zum Handeln zu zwingen. Die Masse der Briefe wirkt hoffentlich, denn ein Brief wandert unter Umständen ungeachtet in den Mülleimer, aber hunderttausende Briefe können nicht ignoriert werden. Das haben auch die Erfolge aus den Vorjahren gezeigt.

Bei der diesjährigen Aktion setzten sich die Schülerinnen und Schüler für sechs Jugendliche ein. Besonders beeindruckt waren sie vom Schicksal des 17jährigen Magai Matiop Ngong aus dem Südsudan, der wegen eines tödlichen Unfalls im Jahr 2017 von einem Gericht zum Tode verurteilt wurde und in Gefahr ist, hingerichtet zu werden. Sowohl nach südsudanesischem Recht als auch entsprechend der UN-Kinderrechtskonvention ist es jedoch rechtswidrig, Minderjährige zum Tode zu verurteilen. Der Prozess gegen Magai erfüllte außerdem nicht die Standards für ein faires Gerichtsverfahren, da er keinen Rechtsbeistand hatte.

Lehrerin Daniela Smolka, die die Aktion initiiert hatte, dankt allen Schülern für ihren Einsatz. Besonders begeistert ist sie jedoch vom Engagement ihrer Schüler aus dem Französisch-Kurs 8fs (siehe Foto): „Sie haben nicht nur selbst die Briefe unterzeichnet, sondern auch auf eigene Initiative hin ihre Mitschüler aus den Klassen des Jahrgangs und sogar Eltern und Geschwister über den Briefmarathon informiert und dazu angeregt, mitzumachen. Dafür gebührt ihnen ein großes Lob!“

Text und Foto: Daniela Smolka