Besuch aus Simbabwe

Benda, Princess, Ashirai und Marschall mit SchülerInnen der 10a
Benda, Princess, Ashirai und Marschall mit SchülerInnen der 10a

FSJlerinnen des Stiftes Tilbeck berichten aus ihrer Heimat

Eine Woche später und wir hätten in der Liebfrauenschule nicht mehr das Glück gehabt, Benda, Princess, Ashirai und Marschall in den Religionskursen der Klassen 9d und 10a begrüßen zu können. Intensiv hatten sich die Schülerinnen und Schüler auf die ungewöhnliche Begegnung vorbereitet, so dass Alexander Urbanek und Cecile Antonio Schild mit einer fröhlichen Eröffnungsrede die vier jungen Menschen, die im Stift Tilbeck ihr Freiwilliges Soziales Jahr machen, begrüßten. Besonderer Dank ging dabei auch an Frau Wolfering und Frau Schulze-Bertelsbeck, die Koordatorinnen der Gruppe, die von Anfang an von der Idee begeistert waren.

Ein reger Austausch folgte anschließend in kleinen Gruppen, in denen verschiedene Themengebiete wie Lebensgewohnheiten, Schul- und Ausbildung, Lieblingsmusiken angesprochen und ausgetauscht wurden. Nach einem typischen Gericht aus Simbabwe gefragt, lernten die Schülerinnen und Schüler, dass es Sadza heißt und ein dicker Maismehlbrei ist, der wahlweise mit Rind, Hühnchen oder Schwein serviert wird. Nach typisch deutschen Gerichten gefragt, wurden Braten und Sauerkrautgenannt. Ob die Schülerinnen das dann gerne äßen? Hin und wieder schon. Alle waren sich darin einig, dass ein Döner in jedem Fall ein leckeres Gericht sei.

Überrascht zeigten sich die Schülerinnen, als sie hörten, dass Marschall und seine drei Begleiterinnen wie sie selbst auch Christinnen seien und die religiöse Praxis des Gebets und des gemeindlichen Gottesdienstes für 90 Prozent aller Menschen aus Simbabwe gültig ist.

Die FSJlerinnen erzählten von der faszinierenden Schönheit ihres Landes, wie zum Beispiel den vielen Nationalparks und die Viktoria-Wasserfälle, von denen sie auch einige Fotos zeigten. Besonders beeindruckt waren die Schüler und Schülerinnen davon, dass ihre Gäste mehrsprachig waren, denn neben Englisch und nun auch Deutsch sprechen sie Shona und Ndebele als zwei der 16 Landessprachen in Simbabwe.

Ebenso lebendig schilderten sie ihre Tätigkeiten im Stift Tilbeck, wo sie in den Behindertenwerkstätten, in der Tagesstruktur der Seniorinnen und Senioren und im Wohnheimbereich mitarbeiten. Sie empfinden es als eine sehr gute Vorbereitung für einen sozialen Beruf und für alle Vier ist in diesem Jahr deutlich geworden, dass sie gerne in diesem Bereich auch eine Ausbildung oder ein Studium machen möchten.

Am Ende des Besuches sagte eine Schülerin: „Wir hatten einen sehr ehrlichen Austausch und je länger wir sprachen, desto persönlicher wurden wir. Diese Begegnung war etwas Besonderes.“

Text: Ricarda Koschick

 

Besuch aus Simbabwe an der Liebfrauenschule (Schülerbericht)

Am Montag, den 9. März 2020 hatten wir Besuch von vier FSJlerinnen, junge Leute, die eine freiwilliges soziales Jahr machen, aus Simbabwe, die im Stift Tilbeck arbeiten und wohnen. Vor dem Besuch hatten wir uns in kleinen Gruppen bereits Gedanken gemacht , uns über das Land informiert und uns Fragen für sie ausgedacht.

Als Benda, Princess, Ashirai und Marschall dann da waren, nahmen wir sie in Empfang und bildeten mit jeweils einem von ihnen eine Kleingruppe. In den Kleingruppen stellten wir ihnen Fragen und führten angenehme Gespräche.

Wir erhielten viele interessante und überraschende Antworten, die wir so nicht erwartet hatten. Zum einen ähnelte sich die Kultur (gleiche Musikrichtungen) mehr als gedacht, andererseits gab es auch viele Unterschiede (viele Sprachen wie Shona und Ndelbele; Hauptgericht: Sadza).

Allgemein war es sehr lehrreich und hat viel Spaß gemacht.

Schüler und Schülerinnen der Klasse 10a