„Das riecht lecker!“

Riechen, schmecken, staunen: an der Kräuterspirale im Garten der Familie Fels gibt es für die Liebfrauenschüler einiges zu entdecken.
Riechen, schmecken, staunen: an der Kräuterspirale im Garten der Familie Fels gibt es für die Liebfrauenschüler einiges zu entdecken.

Liebfrauenschüler erkunden landwirtschaftlichen Betrieb

Im Rahmen der Unterrichtsreihe zu „Versorgung durch Landwirtschaft“ im Fach Gesellschaftslehre erkundeten Schüler der Klasse 6c einen landwirtschaftlichen Nebenerwerbsbetrieb. Die Exkursion führte die Liebfrauenschüler auf den Hof von Familie Fels auf der Burgstraße.

Die Schüler, die von Ihrer Klassenlehrerin Daniela Smolka sowie Förderschullehrerin Christine Simm begleitet wurden, erkundeten den Betrieb in zwei Gruppen. Tochter Pauline, selbst Schülerin der Klasse, übernahm die Führung zu den Tieren. Mutter Simone erklärte den Obst- und Gemüsegarten.

Der Nutzgarten, der an Abbildungen aus dem Kinderbuch „Lieselotte sucht einen Schatz“ von Alexander Steffensmeier erinnert, bietet allerhand Bekanntes, aber eben auch Unbekanntes. Tomate, Paprika und Salat erkennen die Schüler auf Anhieb. Der Lauch hingegen erinnert die Schüler an Palmen, doch Kokosnüsse baut Familie Fels nicht an. Frau Fels fordert die Schüler auf, verschiedene Pflanzen zu probieren. Das Zwiebelgrün schmeckt tatsächlich nach Zwiebel und „auch ein bisschen scharf“, sagt Lasse. Beim Kosten von Dill leuchten Lillys Augen. „Das tut meine Oma ins Essen!“ Die Pflanze, die wie Salat aussieht und auch roh essbar ist, entpuppt sich als Spinat.

Nach dem Geschmackstest folgt der Geruchstest. Katharina findet Gefallen an Liebstöckel – oder im Volksmund auch Maggikraut. „Ich finde, das riecht lecker!“ An der Kräuterspirale fällt das rote Basilikum in der Gunst der Schüler glatt durch, aber Rosmarin und Oregano werden sicher als Zutaten für italienische Gerichte identifiziert. Andere Kräuter hingegen vermutet ein Schüler eher im Tee oder als Badewannenzusatz. Am Rande des Gartens steht auch ein Gewächs, das auf den ersten Blick aussieht wie eine Sonnenblume. Topinambur, das klingt in den Ohren der Schüler japanisch, doch die Pflanze stammt aus Nord- und Mittelamerika. Man isst nur ihre Wurzelknollen, doch in Europa wurde sie durch die Kartoffel verdrängt.

Bei den Tieren weiß Pauline genau Bescheid. Die Familie züchtet verschiedene Geflügelarten. Hühner, Enten, Zwerghühner und die kleinen Wachteln. Über Futter, Haltung und Größe der Eier wird gestaunt. Die Gänse begrüßen die Schüler mit lautem Geschnatter. Manch vorlauter Schüler tritt da respektvoll einen Schritt zurück.

Zum Schluss werden noch die Katzen und Hunde der Familie liebkost. Viel zu schnell ist der Erkundungsgang vorüber. Nichtsdestotrotz ist Lehrerin Daniela Smolka mit dem Besuch auf dem Hof sehr zufrieden: „Die Schüler haben fleißig ihre Beobachtungsbögen ausgefüllt und viele Aha-Erlebnisse gehabt. Der Besuch bei Familie Fels ist deshalb eine gelungene Ergänzung zum derzeitigen Unterrichtsgeschehen.“

Text und Foto: Daniela Smolka