Ergebnis des Afrikatages

Die Schülerinnen freuen sich über neues Unterrichtsmaterial.
Die Schülerinnen freuen sich über neues Unterrichtsmaterial.

Und wieder ist ein Jahr seit der letzten Spendenübergabe der Liebfrauenschule an die Partnerschule und das angegliederte Internat „La Christo Rei“ in Jecua, Mosambik vergangen. Und wir können mit Stolz darauf blicken, dass wir durch die Aktionen des letzten Jahres insgesamt 21.000 Euro an unser Partnerprojekt überweisen konnten. 2018 ist die Sanierung der Sanitäranlagen und des Waschraums abgeschlossen worden, der Informatikraum ist ausgestattet und Schulmaterial ist angeschafft worden.

2019 haben in Mosambik der Wirbelsturm Idai und der Zyklon Kenneth schwere Schäden verursacht. Mehr als 1000 Menschen kamen ums Leben, mehr als 300.000 Menschen sind betroffen, die Hafenstadt Beira ist zu 90% zerstört. Jecua war nicht direkt betroffen, aber dadurch, dass das ganze Land extremst geschwächt wurde doch, da alle Hilfsgelder nachvollziehbar in den Wiederaufbau des Landes gehen. Mosambik zählt zu den zehn ärmsten Ländern der Welt.

Außerdem ist die Angst vor Gewalt groß, da in Mosambik Wahlkampf herrschte. Am 15.10.2019 ist gewählt worden. Morde und Einschüchterungen sorgten für ein Klima der Angst bei den Parlaments- und Präsidentenwahlen in Mosambik. Das Friedensabkommen zwischen den Kandidaten vom 6.10.2019 hatte keinen Wert, daran hat auch der Besuch des Papstes nichts geändert. Die wiedergewählte Regierungspartei und die Opposition stehen sich feindlich gegenüber. Das demokratische Klima ist vergiftet, der Aufbau einer echten Demokratie ist zurzeit wieder in weite Ferne gerückt.

Umso wichtiger erscheint es uns, dass das Projekt „La Christo Rei“, geleitet von den Schwestern unserer Lieben Frau, ein Ort des Friedens und der Menschlichkeit ist. Die Ordensschwestern handeln nach dem Motto der Coesfelder Gründerinnen, indem sie den Sendungsauftrag in der Erziehung armer Mädchen sehen. Und dass das so Bestand hat, hat auch mit der Partnerschaft der Liebfrauenschule Nottuln zu tun, da die Schule eine verlässliche Säule für den Fortbestand von „La Christo Rei“ ist.

Der Erlös des diesjährigen Tages für Afrika hat wieder die 10.000 Eurogrenze überschritten. 10.248,98 Cent sind zusammengekommen, wobei die jetzige 8b mit ihrer Klassenlehrerin Esther Cantama 1577,60 Euro beisteuerte. Und auch wissen wir schon, wofür das Geld benötigt wird, weil die Kollegin Susana Martins immer in direktem Kontakt mit der Schwester Liana Freitas in Jecua steht.

Die Mädchen benötigen neue Spinde, außerdem soll die Tenne renoviert werden, damit sie als Mehrzweckraum genutzt werden kann. Und da ist dann da auch noch ein großer Anteil für die Unterstützung der Waisen und armen Mädchen im Internat. Hier ist jeder Cent richtig angelegt, was zwei Mädchen folgendermaßen zum Ausdruck bringen: „Ich habe keine Eltern mehr. Dennoch bin ich wieder glücklich, weil jemand dafür sorgt, dass ich wachse und lerne“ und „Gott schenkt uns das Leben. Aber ihr habt die Macht, anderen Lebensfreude zu schenken“.

Die Organisatoren Michael Nieborg und Christiane Schabos bedanken sich im Namen der Schule herzlich bei allen Spendern, den Eltern und bei den Schülerinnen und Schülern, die es jedes Jahr wieder schaffen durch ihren Einsatz den Mädchen eine Heimat und eine Zukunftschance zu geben.

von: C. Schabos