Jécua aktuell

Der Jécua-Ausschuss der Liebfrauenschule
Der Jécua-Ausschuss der Liebfrauenschule

Wir schaffen es momentan nicht, das Heim zu versorgen!

Dramatische Nachrichten aus Jécua/Mozambik erreichen in diesen Tagen die Liebfrauenschule, bischöfliche Real- und Sekundarschule. Nicht nur, dass im Januar durch den plötzlichen Tod der Haus- und Internatsleiterin Sr. Bernadete ein großes Vakuum entstanden ist, das bis heute noch nicht richtig geschlossen werden konnte.
Auch die Verschärfung der politischen und wirtschaftlichen Bedingungen in Mozambik trugen ihren Teil dazu bei, dass die Existenz des seit 2001 von der Liebfrauenschule unterstützten Internats für Mädchen „Lar Cristo Rei“ gefährdet ist. Und das ganz konkret!

Die Nachfolgerin von Sr. Bernadete und  erste Kontaktperson für die Nottulner Schule  -Sr. Imelda Hübner - meldete sich jetzt per Mail. Sie schreibt: Die elektrische Anlage im  Internat ist sehr alt und muss dringend erneuert werden. Die Brandgefahr ist hoch, doch wir haben nicht die Mittel, die Erneuerung zu stemmen. Wir hatten schon kleine Brände in Steckdosen und großes Glück, dass sich kein Feuer weiter ausgebreitet hat.  Und sie ergänzt: Die sehr schlechte wirtschaftliche Situation führt auch dazu, dass viele Familien nicht einmal den Mindestbeitrag für das Internat bezahlen können.

Geld wird also dringend benötigt. Und damit kann die Liebfrauenschule dank der Spendenbereitschaft der Nottulner Bevölkerung und des Einsatzes ihrer Schülerinnen und Schüler dienen!
Der „Jécua“-Ausschuss der Schule kam jetzt zusammen, über die Verwendung der derzeit auf dem Hilfskonto bereitstehenden Gelder zu beraten. Schüler- und Lehrervertreter waren sich schnell einig, dass alle verfügbaren Mittel bereit gestellt werden sollen, das heißt zunächst aktuell 20.000 Euro.
Susana Martins, Lehrerin an der Liebfrauenschule ,  hiesige Kontaktperson und Übersetzerin  – in Mozambik ist Portugiesisch erste Amtssprache – übernahm die Aufgabe die gute Nachricht zu übermitteln und  nachzufragen, ob beide Bereiche – Elektroreparatur und Lebensunterhalt – somit ermöglicht werden. Ansonsten sollen schon bald weitere Finanzmittel bereitstehen. Denn zurzeit tragen die Schüler die Erlöse aus dem letzten Aktionstag, der vor den Sommerferien stattfand, zusammen.
Den „Bar-Ertrag“ der Klasse 9e hatte Tom Bohje, Schülervertreter im Ausschuss gemeinsam mit Schülersprecherin Josepha Eickhoff, gleich mitgebracht.