Konzept zur Berufsorientierung

Vorwort

Sehr geehrte Eltern und Erziehungsberechtigte,

die Rahmenbedingungen für die Berufswahl haben sich in den letzten Jahren entscheidend verändert. Gründe hierfür liegen vor allem in den technischen Innovationen, die die Arbeitswelt von heute entscheidend prägen und den Arbeitsplatz auch in der Zukunft gestalten. Eingangsvoraussetzungen für die Aufnahme einer Ausbildung haben sich gewandelt und die Anforderungen an den Beruf sind ständig gestiegen.

Aufgrund dieser Entwicklungen ist die Berufswahlentscheidung zwar nicht endgültig, die Erstwahl als Einstieg in das Berufsleben ist jedoch entscheidend für den zukünftigen Werdegang. Bei dieser Entscheidung müssen die persönlichen Wünsche der Jugendlichen berücksichtigt werden. Weiterhin sollen die Jugendlichen ihre Fähigkeiten und Potenziale erkennen und eigene Ziele formulieren, um so zu einer reflektierten Berufswahlentscheidung zu kommen und eine realistische Ausbildungsperspektive zu entwickeln.

Der Übergang von der Schule in den Beruf ist zu einer besonderen Gestaltungsaufgabe geworden, die die Liebfrauenschule schon seit Jahren versucht gerecht zu werden. Hierzu wurde ein Konzept zur Berufswahlorientierung erarbeitet, das zu einer wichtigen Säule des Schulprogramms wurde.

Dieses Konzept ist nunmehr vor dem Hintergrund der Veränderung der Schullandschaft und im Zuge des neuen Übergangssystems Schule – Beruf in NRW überarbeitet worden, wobei einer der Schwerpunkte auf die Kooperationen mit den in Nottuln ansässigen Unternehmen liegt.

Im Folgenden werden die inhaltlichen Aussagen zum neuen Übergangssystem Schule – Beruf in NRW kurz erläutert. Daran anschließend wird das neue Konzept zur Berufsorientierung vorgestellt.

Für weitere Fragen bezüglich unserer Berufswahlorientierung stehen wir Ihnen gern zur Verfügung.

 

Mit freundlichen Grüßen

Ralf Wenking

(Koordinator für Studien- und Berufsorientierung)

 


  1. Neues Übergangssystem Schule – Beruf in NRW: Eine Einführung

 

Seit dem Schuljahr 2012/13 gibt es in NRW ein neues Übergangssystem Schule – Beruf, das die Angebotsstruktur der Berufsorientierung für die Schülerinnen und Schüler an allgemein-bildenden Schulen einheitlich gestalten und für Außenstehende transparent sein soll.

Ziel des neuen Übergangssystems im Hinblick auf die Berufsorientierung ist es, dass die Jugendlichen zu einer reflektierten Berufswahlentscheidung kommen und realistische Ausbildungsperspektiven zum Anschluss an die allgemeinbildende Schule entwickeln.

Um diesen Anspruch gerecht zu werden, sind sogenannte Standardelemente formuliert worden, die den Prozess der Berufsorientierung systematisch ab der Jahrgangstufe 8 bis hinein in eine Ausbildung bzw. in einen alternativen Anschlussweg definieren. Die Standardelemente umfassen folgende Elemente:

- Prozess begleitender Beratung

- Schulische Strukturen

- Portfolioinstrument

- Potenzialanalyse und Kompetenzfeststellung

- Praxisphasen und ihrer Verbindung im Unterricht

 

Der Prozess der Berufswahlorientierung beginnt für alle Schülerinnen und Schüler aller Schulformen ab der 8. Jahrgangsstufe verbindlich. Dabei soll die Berufsorientierung durch folgende fünf Leitlinien in der schulischen Praxis gekennzeichnet sein:

- Berufsorientierung ist als Bestandteil der individuellen Förderung Aufgabe aller allgemeinbildenden Schulen mit Blick auf möglichst gute Ab- und Anschlüsse.

- Möglichst viele Fächer leisten ab Klasse 5 durch ihre spezifische Förderung von Kompetenzen und durch ihren Lebens- bzw. Arbeitsweltbezug ihren Beitrag zu einem systematischen Prozess der Berufsorientierung. Die fächerübergreifende Koordination wird durch die Verankerung in einem schulinternen Curriculum zur Be-rufsorientierung sichergestellt.

- Alle Schülerinnen und Schüler aller Schulformen erhalten ab der Jahrgangsstufe 8 durch einen verbindlichen und schulintern festgelegten Prozess der Berufsorientie-rung die Möglichkeit, sich in ihren Neigungen und Interessen sowie Fähigkeiten an schulischen und außerschulischen, vor allem betrieblichen Lernorten zu erproben und Praxiserfahrungen zu sammeln.

- Spezifische Schülergruppen, etwa mit dem Ziel der Fach- bzw. Hochschulreife bzw. Schülerinnen und Schüler mit Förderbedarf erhalten zusätzlich spezifische verbindli-che Standardelemente, um ihren Berufs- und Studienorientierungsprozess zielgenau zu sammeln.

- Die regelmäßige Beratung im Prozess der Berufsorientierung bezieht die Erzie-hungsberechtigten, die Agenturen für Arbeit und weitere Akteure ein. Sie stellt ein wesentliches verbindendes Element zur Selbstreflexion der Jugendlichen und zur gemeinsamen Gestaltung des Prozesses und des gelingenden Übergangs dar.

Der gesamte Berufs- und Studienorientierungsprozess unterstützt dabei das Kernanliegen von Schulen, möglichst gute allgemeinbildende Abschlüsse zu vermitteln und Ausbildungs- bzw. Studienreife herzustellen. Zum Gelingen dieses Prozesses ist die Zusammenarbeit der abgebenden und der aufnehmenden schulischen Systeme, der Agenturen für Arbeit sowie der Wirtschaft in regionalen Zusammenhängen unerlässlich.

Die Betriebe stellen im Rahmen ihrer Möglichkeiten in ihren Regionen ausreichende Praktikums- und Ausbildungsangebote zur Verfügung, um den Praxisbezug in Berufsorientierung, -vorbereitung und -ausbildung sicherzustellen und so den Jugendlichen zu realistischen Aus-bildungsperspektiven zu verhelfen.

 

 

Der Prozess der Berufsorientierung lässt sich im Wesentlichen in vier Phasen unterteilen:

1.Phase:

Potenziale erkennen und als Planungsgrundlage für den individuellen Lernprozess nutzen

Zu Beginn des Prozesses der Berufsorientierung werden die Schülerinnen und Schüler so-wie die Eltern über das schulinterne Konzept informiert.

Ein von der Schule ausgewähltes Portfolioinstrument wird für die Berufsorientierung aller Schülerinnen und Schüler eingeführt. Dabei handelt es sich um eine Art Berufswahlpass, in dem die einzelnen Schritte des Berufsorientierungsprozesses vom Schüler selbständig dokumentiert werden.

Eine Potenzialanalyse liefert allen Schülerinnen und Schülern zu Beginn des Prozesses eine fundierte Selbst- und Fremdeinschätzung von personalen, sozialen und fachlichen Potenzialen.

Ergebnisse der Potenzialanalyse werden im Hinblick auf die weitere Entwicklung der Jugendlichen individuell ausgewertet und im Portfolioinstrument dokumentiert. Schüler/in und Eltern sind daran beteiligt, schließlich stellt die Einbeziehung der Eltern sicher, dass sie die Möglichkeit erhalten, individuelle Lernprozesse aktiv mitzugestalten.

 

2.Phase:

Berufsfelder kennen lernen

Als Vorbereitung auf das schulische Betriebspraktikum sollen alle Jugendlichen Kenntnisse über die regionale Berufs- und Arbeitswelt erhalten und ihre Erkenntnisse aus der Potenzial-analyse für eine erste praxisnahe berufliche Orientierung nutzen. Dazu sollen sie mehrere Berufsfelder vorrangig in Betrieben, d. h. an außerschulischen Lernorten, exemplarisch er-kunden und ihre Erfahrungen mit weiteren Personen (Mitschüler/innen, Lehrer/innen, Sorge-berechtigten, Berufsberater/innen sowie Wirtschaftsvertreter/innen) reflektieren.

Die Ergebnisse der Auswertung werden im Portfolioinstrument dokumentiert und sollen zu einer gezielten Auswahl für das schulische Betriebspraktikum führen.

 

3.Phase:

Praxis der Arbeitswelt kennenlernen und erproben

Ab dem 9. Jahrgang lernen die Schüler/innen berufliche Tätigkeiten praxisbezogen kennen und erproben ihre Fähigkeiten und Eignung vertiefend, indem sie i. d. R. in jeweils einem spezifischen Berufsfeld ein Praktikum absolvieren. Dieses schulische Betriebspraktikum findet dreiwöchig in einem Betrieb statt, in dem die Jugendlichen lernen, sich unmittelbar mit betrieblichen Arbeitsabläufen und Strukturen auseinanderzusetzen, sich einzubringen und mitzuarbeiten.

Die Auswahl der Praktikumsstellen muss dabei in einem nachvollziehbaren Bezug zu den bisherigen individuellen Erkenntnissen und Erfahrungen stehen und den Schüler/innen realistische Anschlussperspektiven ermöglichen. Für Schülerinnen und Schüler mit dem Ziel der Fach- oder allgemeinen Hochschulreife können bereits hier akademische Berufe von Interesse sein.

Die Schulen definieren spezifische Aufgaben der Schüler/innen für das Praktikum. Die Unternehmen und die Schulen betreuen und beraten die Schüler/innen während des Praktikums und geben in geeigneter Form den Praktikant/innen und den betreuenden Lehrkräften eine qualifizierte Rückmeldung. Die Schüler/innen erhalten die Möglichkeit, sich über ihre Erfahrungen auszutauschen und diese für ihren individuellen Berufswahlprozess und ihre Entscheidungsfindung zu reflektieren und in einem Praktikumsbericht zu dokumentieren. Die Schule stellt in Zusammenarbeit mit der Berufsberatung sicher, dass die Schüler/innen über Bildungs- und Ausbildungswege informiert werden, um ihre individuelle Studien- und Berufswahlentscheidung zu konkretisieren und für ihren Lernprozess zu nutzen. Die Sorgeberechtigten sind in diesen Prozess systematisch und angemessen einzubeziehen.

Darüber hinaus sollen ausgewählte Jugendliche die Möglichkeit erhalten, sich in einzelnen Berufsfeldern vertiefend zu erproben und ihre Lernmotivation im Hinblick auf den Schulabschluss zu stärken, etwa im Rahmen zusätzlicher berufs-orientierender Praxiskurse oder in Langzeitpraktika. Sie haben zum Ziel, die Ausbildungsreife der Jugendlichen zu fördern und ihnen verbesserte Chancen auf eine anschließende duale Ausbildung zu eröffnen.

 

4.Phase:

Berufswahl konkretisieren, Übergänge gestalten

Für Schüler/innen, die mit dem Ende des zehnten Pflichtschuljahres die allgemein bildende Schule verlassen, entscheidet sich im (vor-)letzten Pflichtschuljahr, ob sie sich mit hinreichendem Erfolg auf eine duale Ausbildungsstelle bewerben (können), sich über Angebote des Berufskollegs weiter qualifizieren oder im Rahmen des Übergangssystems ihre Ausbildungsreife fördern und ggf. einen allgemeinbildenden Schulabschluss nachträglich erwerben wollen.

Die Schüler/innen gestalten dazu ihre Bewerbungsphase auf der Grundlage ihres bisherigen Berufs- und Studienwahlprozesses, dokumentiert im ausgewählten Portfolioinstrument, planvoll und zielgerichtet, um einen Ausbildungsplatz zu erhalten. Die Angebote der Arbeitsagentur zur individuellen beruflichen Beratung für alle Schüler/innen sind hierbei einzubeziehen. Die Schule gewährleistet, dass die Schüler/innen über Bildungs- und Ausbildungswege des dualen Ausbildungssystems, der Hochschulen und der beruflichen Schulen informiert sind und ihren Bewerbungsprozess entsprechend zeitlich und inhaltlich angemessen gestalten können.

Bei der hier vorliegenden Beschreibung handelt es sich um einen Auszug aus dem Arbeitspapier „Neues Übergangssystem Schule – Beruf in NRW. Zusammenstellung der Instrumente und Angebote“ !

Weitere Informationen finden Sie unter: http://www.berufsorientierung-nrw.de

 


2. Die Berufsorientierung an der Liebfrauenschule

Die Berufsorientierung bildet schon seit vielen Jahren einen Schwerpunkt der pädagogischen Arbeit an der Liebfrauenschule und ist daher zu einer wichtigen Säule des Schulprogramms geworden. Durch die Berufsorientierung sollen die Jugendlichen Einblicke in die Arbeitswelt bekommen und durch entsprechende Angebote und Praktika lernen, ihren persönlichen beruflichen Werdegang zu planen und zu gestalten.

Wichtig für die Liebfrauenschule ist die frühe Heranführung der Jugendlichen an die Arbeits- und Berufswelt. Schließlich sollen die Jugendlichen genügend Zeit haben, ihre Begabungen zu entdecken und zu entfalten, damit der Übergang von der Schule in die Berufswelt gewährleistet ist.

Aber auch in der Schule wird der Fokus auf die Vorbereitung der Arbeits- und Berufswelt gelegt. Hierzu bieten Projekte und Workshops Unterstützung bei der Planung und Realisierung der Übergangsschritte, wie beispielsweise die Bewerbungstrainings in Klasse 9 und 10. Aber auch die Unterrichtsfächer mit den einzelnen Unterrichtsreihen bilden Schwerpunkte der Berufsorientierung, die vor allem im Erwerb und in der Dokumentation von Kompetenzen liegen. In den Fächern Arbeitslehre/Wirtschaft und Politik findet  die Dokumentation des gesamten Berufsorientierungsprozesses mithilfe des Portfolioinstrumentes statt. Weitere Unterrichtseinheiten zum Thema „Lebensplanung“, zu den verschiedenen Berufsfeldern und zur Vor- und Nachbereitung des Schülerbetriebspraktikums runden im Fach Arbeitslehre/Wirtschaft das Angebot ab. Auch das Fach Deutsch unterstützt mit der Unterrichtsreihe „Einblicke in die Welt der Berufe“ (inkl. Verfassen von Bewerbungsanschreiben und Lebensläufen) diesen Prozess.

Mit dem neuen Übergangssystem Schule – Beruf in NRW wird das bisherige Konzept zur Berufsorientierung an der Liebfrauenschule ergänzt und überarbeitet. Die Umsetzung der geforderten Standardelemente erfolgt in Übereinstimmung mit der regionalen Verbundenheit und der daraus erwachsenden betrieblichen und außerbetrieblichen Kooperationen. Hinzu kommt, dass die heterogene Schülerschaft und die Veränderung der Schule hin zu einer Sekundarschule gewisse Anforderungen an das neue Konzept stellen, die im Zuge der Umsetzung berücksichtigt werden müssen.

Das neue Konzept der Berufsorientierung begleitet und unterstützt die Jugendlichen nach ihrem individuellen Bedarf, bei der Klärung und Stärkung der Potenziale sowie der Weiterarbeit am individuellen Kompetenzprofil. Die Berufsorientierung trägt zur Stärkung des Selbstwertgefühls bei und soll den Jugendlichen für die Arbeits- und Berufswelt sensibilisieren. Dies kann aber nur erfolgreich geschehen, wenn die Rahmenbedingungen und Strukturen aufeinander bezogen sind. Voraussetzung hierfür liegen in der Transparenz, in der Abstimmung und in der Verbindlichkeit der Berufsorientierung. Diese wird nunmehr zu einem Prozess gestaltet, an dem Jugendliche, Lehrer, Berufsberater und Eltern gemeinsam teilhaben.

Diese neue strategische Ausrichtung der Berufsorientierung verfolgt somit das Ziel, den Übergang von der Schule in die Arbeits- und Berufswelt nicht nur zu erleichtern, sondern im Hinblick auf die eigene Bildungsbiografie die eigene Berufswahlentscheidung zu konkretisieren und zu reflektieren. Am Ende der Schulzeit sollen die Jugendlichen ein realistisches Bild über die Ausbildungsmöglichkeiten erhalten und eigene Perspektiven für die Arbeits- und Berufswelt entwickeln.

Die Berufsorientierung an der Liebfrauenschule sieht nunmehr wie folgt aus:

Ab der Klasse 8 startet die Berufsorientierung an der Liebfrauenschule. Hier wird das Portfolioinstrument (Berufswahlpass) eingeführt, dass den gesamten Prozess der Berufs- und Studienorientierung von der Klasse 8 bis zur Klasse 10 verbindlich begleiten wird. Das Portfolioinstrument dient vor allem der Dokumentation des individuell geprägten Wegs der Berufsorientierung. Dabei übernehmen die Schülerinnen und Schüler selbst die Verantwortung im Umgang mit dem Portfolioinstrument.

Weiterhin nehmen die Schülerinnen und Schüler an einer Potenzialanalyse teil. Diese soll dazu dienen, dass die Schülerinnen und Schüler ihre fachlichen, methodischen, sozialen und personalen Potenziale im Hinblick auf die Lebens- und Arbeitswelt entdecken. Dementsprechend bedeutet die Potenzialanalyse die Grundlage für den weiteren Entwicklungs- und Förderprozess bis zum Übergang in die Ausbildung. Sie soll zudem die Selbstreflexion und Selbstorganisation der Jugendlichen fördern.

Ebenfalls kann ab der 8.Klasse bis zur 10.Klasse das Berufsorientierungsbüro, kurz BOB, aufgesucht werden. Das BOB steht als zentraler schulischer Raum für Informationen, Gespräche und Koordinierungsaufgaben bzgl. der Berufsorientierung zur Verfügung. Des Weiteren könne in Absprache mit den Berufskoordinatoren Termine vereinbart werden, in denen das weitere Vorgehen der Berufsorientierung besprochen werden können.

Zudem sind die Schüler der Klassen 8 bis 10 dazu verpflichtet, an der einmal jährlich stattfindenden Nottulner Berufs-Informations-Börse, die gemeinsam mit der Gemeinde Nottuln und dem Gymnasium Nottuln organisiert wird, teilzunehmen. Hier können sich die Schülerinnen und Schüler über die Möglichkeiten der Ausbildung in Betrieben der Region informieren und erste Kontakte zu Vertretern der Wirtschaft knüpfen.

Im zweiten Halbjahr werden im Rahmen der Berufsfelderkundung an zwei bis drei Tagen unterschiedliche Berufsfelder erkundet und Erfahrungen mit den dortigen Mitarbeitern ausgetauscht. Mögliche Vorstellungen über bestimmte Berufsfelder werden hier präzisiert und für den zukünftigen Werdegang reflektiert.

Ebenfalls ab Klasse 8 können die Schülerinnen und Schüler zusätzlich die Angebote der Berufsberatung der Agentur für Arbeit in Anspruch nehmen. Hier können Fragen zur zukünftigen Berufswahl gemeinsam mit einer Berufsberaterin der Arbeitsagentur Coesfeld erörtert werden, wobei beruflich bedeutsame Entwicklungen in den Betrieben, Verwaltungen und auf dem Arbeitsmarkt thematisiert werden können.

In Klasse 9 haben die Schülerinnen und Schüler die Möglichkeit, an berufsbezogenen Praxiskursen teilzunehmen. Dadurch vertiefen sie ihre praktischen Erfahrungen und fachliche und soziale Kompetenzen in einem oder mehreren Berufsfeldern.

Im zweiten Halbjahr der 9.Klasse findet das dreiwöchige Betriebspraktikum statt. Mit Hilfe des Praktikums sollen die Schüler die Arbeits- und Berufswelt unmittelbar kennenlernen. Sie können dann ihre Eignung für bestimmte Tätigkeiten realistisch einschätzen und Berufsvorstellungen vertiefen bzw. korrigieren. Des Weiteren erkennen die Schülerinnen und Schüler die Bedeutung von Schlüsselqualifikationen (wie z.B. Teamfähigkeit, Pünktlichkeit, Anstrengungsbereitschaft, etc.) und können diese weiter entwickeln. Am Ende des Praktikums werden die dort gemachten Erfahrungen reflektiert und in einem Praktikumsbericht dokumentiert.

Ebenfalls im zweiten Halbjahr absolvieren die Schülerinnen und Schüler ein Bewerbungstraining in Form eines Projekts mit Vertretern aus der Wirtschaft, welches zu Beginn der Jahrgangsstufe 10 in einem zweiten Training vertieft und ergänzt wird.

Meistens beginnt mit Ende der 9.Klassen die Bewerbungsphase. In den unterschiedlichen Unterrichtsfächern werden die Schüler hierauf vorbereitet.

Auch die Teilnahme an verschiedenen Berufsmessen (z.B. Vocatium-Bildungsmesse) zu Beginn der Klasse 10 ermöglicht eine zusätzliche Unterstützung der Jugendlichen im Bewerbungsprozess. Weitere Info-Veranstaltungen zu den weiterführenden Schulformen ergänzen dieses Angebot.

 


Die Übersicht_Berufsorientierung an der Liebfrauenschule zum download