Neuntklässler befragen MdB

Einblicke in den Berliner Politikbetrieb gab Marc Henrichmann den Schülerinnen und Schülern, bevor sie sich im August selbst auf den Weg in die Hauptstadt machen.
Einblicke in den Berliner Politikbetrieb gab Marc Henrichmann den Schülerinnen und Schülern, bevor sie sich im August selbst auf den Weg in die Hauptstadt machen.

Viele Fragen an den Abgeordneten

Henrichmann diskutiert mit Neuntklässlern in der Liebfrauenschule

Ende August machen sich die Schülerinnen und Schüler des aktuell neunten Jahrgangs der Liebfrauenschule auf nach Berlin. Schon vor ihrer Fahrt bekamen sie aus erster Hand einen Einblick in den politischen Betrieb der Hauptstadt: Der Bundestagsabgeordnete Marc Henrichmann stand ihnen Rede und Antwort. Dabei ging es um aktuelle Politik ebenso wie um Persönliches.

Coronabedingt mit Masken und Abstand diskutierten die Schülerinnen und Schüler in der Sporthalle mit dem CDU-Abgeordneten. Und wollten zum Beispiel wissen, wie er zur Politik und zu seiner Partei gekommen sei. Aus ehrenamtlichem Engagement habe sich das Interesse entwickelt, auch politisch mitzugestalten, berichtete er. Für die CDU habe er sich wegen der „Idee der Volkspartei“ entschieden, die viele Interessen, Vereine und pragmatische Lösungen suche. „Wir Demokraten müssen aber alle miteinander reden können“, betonte der Havixbecker und nahm dabei ausdrücklich die AfD aus. „Sie hetzt und spaltet, bietet aber keine Lösungen an“, unterstrich er.

Dass sich der Alltag eines Abgeordneten weniger in Berlin als vielmehr im Wahlkreis abspiele, überraschte einige der Zuhörerinnen und Zuhörer. Hier ist er der Allrounder, der alles, was die die Menschen vor Ort bewegen, in die Hauptstadt trägt. Dort wiederum ist er als Innenpolitiker Spezialist für bestimmte Themen, die sogenannten „Berichterstattungen“. Was er dabei besonders spannend findet: „Es gibt nicht die eine Lösung für alles, man lässt sich ständig auf neue Sichtweisen ein“. Und dabei seien Kompromisse gefragt. „Das 100-Prozent-Gesetz, das alle zufrieden stimmt, gibt es nicht.“

Ganz konkrete politische Fragen gab es auch: Um Umweltschutz und Nachhaltigkeit ging es dabei ebenso wie um Grundrechte oder Hilfen für Obdachlose. Sie seien oft nicht leicht erreichbar, erklärte Henrichmann. „Wir brauchen deshalb zielgerichtete Hilfen, müssen auf die Leute zugehen und sie aktiv ansprechen“, meinte er und verwies auf ein positives Beispiel aus dem Kreis Coesfeld. Denn bei „Return“ passiert genau das, was er als „aufsuchende Hilfe“ bezeichnet: Das Projekt des Kolping-Bildungswerks, das noch sein Vorgänger im Bundestag, Karl Schiewerling, mit initiiert hatte, biete jungen Aussteigern eine neue Perspektive, hob Henrichmann hervor.

Text und Foto: Büro Marc Henrichmann