Rollende Waldschule

Schüler der Klasse 5d präsentieren gemeinsam mit Maria Weckendorf (hinten Mitte) einige Tierpräparate vor dem neuen Anhänger der „Rollenden Waldschule“.
Schüler der Klasse 5d präsentieren gemeinsam mit Maria Weckendorf (hinten Mitte) einige Tierpräparate vor dem neuen Anhänger der „Rollenden Waldschule“.

Wie leben Tiere im Winter?

Rollende Waldschule zu Gast an der Liebfrauenschule

Der letzte Termin in diesem Jahr führte die „Rollende Waldschule“ am Montag und Dienstag unter der Leitung von Maria Weckendorf in die Liebfrauenschule Nottuln. Mit dem nagelneuen Anhänger der Kreisjägerschaft Coesfeld und 120 Tierpräparaten im Gepäck fährt die zertifizierte Natur- und Landschaftsführerin auf dem Schulhof vor. Neugierig und erwartungsvoll wird sie von den Schülern beäugt; man kennt sich schon aus der Kindergarten- und Grundschulzeit. Alle Klassen der Jahrgangsstufe 5 lernen jeweils zwei Schulstunden lang im Rahmen des naturwissenschaftlichen Unterrichts Besonderheiten über das Leben der Tiere im Winter kennen.

In der weiterführenden Schule liegt der Schwerpunkt der Veranstaltung, die vom Hegering Nottuln/Havixbeck organisiert wird, auf den Überwinterungsstrategien heimischer Tiere. Maria Weckendorf präsentiert einen präparierten Igel mit seinen 8000 Stacheln als Beispiel für ein Tier, das Winterschlaf hält. „Anfassen ist erlaubt, sogar erwünscht, denn die Schüler sollen mit allen Sinnen lernen.“ Das Eichhörnchen ist ein Vertreter für die Tiere, die Winterruhe halten, es schläft viel und schränkt seine Aktivitäten ein.

Dann gibt es noch die Vögel, die in den Süden ziehen und Maria Weckendorf verweist dabei auf die über 100 Kraniche, die am vergangenen Wochenende in einer V-Formation über Nottuln flogen. Auch der Kuckuck ist ein Zugvogel, da er jedoch überwiegend nachts zieht, ist er dabei kaum für den Menschen zu beobachten. Die Referentin – seit über 20 Jahren in Bildungseinrichtungen engagiert - schließt mit dem Sprichwort „Der Kuckuck ruft, wann er will, aber nicht vor Ende April“, damit ist auch für die Schüler klar, dass der Langstreckenzieher erst spät aus seinem Winterquartier zurückkehrt. Eva Weddeling, die begleitende Lehrerin, fasst die Begegnung folgendermaßen zusammen: „Es war sehr interessant und auch als Erwachsene habe ich viel Neues gelernt, die Kinder waren hochmotiviert und mit viel Begeisterung bei der Sache!“

 

Text und Foto: Daniela Smolka