Sponsorenlauf für Jécua

Eigentlich so wie immer: Gute Laune und gutes Wetter beim Sponsorenlauf.
Eigentlich so wie immer: Gute Laune und gutes Wetter beim Sponsorenlauf.

Engagement für Internat in Mozambik ungebrochen

Der traditionell am Tag vor den Sommerzeugnissen von der Liebfrauenschule durchgeführte ‚Tag für Afrika‘ musste in diesem Jahr, wie so viele Großveranstaltungen, ebenfalls aufgrund der Corona-Pandemie ausfallen. Leider war an die Durchführung in der eingespielten Form auch nach den Sommerferien nicht zu denken. Wenn ca. 250 Schülerinnen und Schüler gemeinsam auf die Laufstrecke starten, sind die Hygienevorschriften nicht einhaltbar.

Allerdings ist die Not, die durch die Pandemie ausgelöst wurde, in Afrika unbeschreiblich größer, als alle Beschränkungen, die wir hierzulande hinzunehmen haben und hatten. So ist die Arbeit des Internats La Cristo Rei in Jécua, Mozambik, zu dem die Liebfrauenschule eine jahrelange Verbindung pflegt, in der Basis bedroht. Vor allem die Zukunft der Internatsschülerinnen aus dem weitreichenden Umland ist bedroht, und deren Verbleib an der Schule somit nicht gesichert. Hierzu bedarf es der regelmäßigen Unterstützung durch das Engagement unserer Schule – in diesem Jahr mehr denn je.

Vor diesem Hintergrund hat sich das Organisationsteam, bestehend aus Christoph Ihmenkamp, Christiane Schabos und Michael Nieborg (seit diesem Jahr ergänzt durch Michael Drewes), bereits frühzeitig zu Beginn des Schuljahres auf den Weg gemacht, um eine alternative Unterstützungsmöglichkeit für die entstandene Notlage zu planen und mit Beteiligung der Schulleitung in die konkrete Umsetzung zu starten.

Es wurde ein Weg gefunden, der alle Schülerinnen und Schüler ohne Unterrichtsausfall aktiviert und dennoch den strengen Corona-Schutzverordnungen gerecht wird: Die Klassen haben eine Doppelstunde ihres regulären Sportunterrichts genutzt, um auf 400m-Runden ihren Beitrag zu leisten. Für diese Distanzen hatten sie im Vorfeld Sponsoren gesucht. Damit nahm in diesem Jahr erstmalig die ganze Schulgemeinschaft am Lauf teil. In den zurückliegenden Jahren liefen traditionell nur die 5er – 7er Klassen, die 8er und 9er engagierten sich im häuslichen Umfeld oder durch ihren Einsatz in Firmen und die 10er Klassen waren durch Ihre Entlassung sozusagen außen vor.

Aufgrund der diesjährig notwendigen Veränderung wurden somit gut 540 Schülerinnen und Schüler aktiviert und erliefen insgesamt eine Strecke von über 6.600 Rundent. Ein paar wenige Klassen, die aus unterschiedlichen Gründen den Lauf in den vergangenen Wochen nicht hatten durchführen können, wollen und werden dies direkt nach den Ferien nachholen. Ein großer Dank gilt somit allen Aktiven an der Liebfrauenschule und den Sponsoren. „Es ist schön festzustellen, dass unser Anliegen von einer großen Gemeinschaft gemeinsam getragen wird“, so Schulleiter Heinrich Willenborg.

Nun und in den Herbstferien werden diese dann die zugesagten Sponsorengelder einsammeln, damit möglichst zeitnah das dringend benötigte Geld nach Afrika geschickt werden kann.

Um ebenfalls ein Zeichen zu setzen, ließen es sich die Lehrerinnen und Lehrer nicht nehmen, ebenfalls eine Spendenbox aufzustellen. Es wurden Festbeträge gegeben, aber auch die Motivation der Klasse dadurch beflügelt, dass pro Kind und Runde 10 Cent als Anreiz fürs Laufen zugesagt wurden. Auch diese Aktion ist noch nicht abgeschlossen. Das Gesamtergebnis aller gesammelten Gelder wird vermutlich Anfang November bekannt gegeben werden können. Dann kann Lehrerin Susana Martins den regelmäßig von ihr geführten Austausch mit dem Internat in Mozambik durch eine hoffentlich erfreuliche Nachricht ergänzen.

Text und Fotos: M. NIeborg