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Sponsorenlauf für Jécua mit großartigem Gesamtergebnis

Mädchen reinigen einen verschlammten Bewässerungskanal.
Mädchen reinigen einen verschlammten Bewässerungskanal.

Der Spendenlauf für Jécua im Schuljahr 2021 ist ausgezählt. Und die Liebfrauenschule ist überrascht, überwältigt und vor allem dankbar. Dankbar, weil niemand damit gerechnet hat, dass unter den wiederum aufgrund von Corona veränderten Bedingungen so eine große Summe erlaufen würde. Insgesamt haben wir wieder die 10.000-Euro-Marke geknackt, obwohl jetzt schon drei Jahrgänge nur dreizügig sind. Genau sind 10.431,25 Euro erlaufen worden, worauf die Organisatoren Michael Nieborg und Christiane Schabos stolz sind.

Auch in diesem Jahr fand der Afrikalauf nicht am vorletzten Schultag vor den Sommerferien statt. Niemand wollte die Sommerferien der Familien gefährden. Im laufenden Schuljahr wurde dann intensiv diskutiert, in welcher Form der Lauf stattfinden soll. Die Schule hat sich für die sichere Variante des Laufens in Klassenstärken während des Sportunterrichtes entschieden, wohlwissend dass durch das Fehlen des Eventcharakters, die Motivation der Schüler eventuell nicht so hoch sein würde. Aber da wurden wir eines Besseren belehrt. Wenn es darauf ankommt, kann die Liebfrauenschule sich auf die Schülerinnen und Schüler verlassen. Sie haben wieder fleißig Sponsoren gesammelt und beim Laufen ihr Bestes gegeben. Wir sind sehr froh, dass auch unsere vielen Sponsoren, häufig bestehend aus Familie und Verwandten, das Ziel der Aktion nicht aus den Augen verloren haben. Wiederum sind Sie es, liebe Sponsoren, die die Kinder und Jugendlichen unterstützen, worüber wir sehr froh sind.

Uns hat zugleich auch wieder Post aus Jécua erreicht. Sr. Leondira Lazaretti schildert die Situation in Jécua im Jahr 2020 und bedankt sich für die Überweisung des Geldes im letzten Jahr. 84 Mädchen- größtenteils Waisen – leben im Internat. Die Schule, die ebenfalls unter Leitung der Schwestern steht, wird von 680 Schülern besucht.

Ziele der Schwestern unserer Lieben Frau sind geeignete Lernorte und Studienplätze für Mädchen zu ermöglichen; eine menschliche, religiöse und soziale Bildung; handwerkliche Fertigkeiten auszubilden und eine menschenwürdige Umgebung anzubieten.

Dafür haben sie in 2020 den Hauswirtschaftsraum renoviert, das Wasserauffangbecken gereinigt, weitere Ackerflächen nutzbar gemacht, ein Gewächshaus für den ganzjährigen Gemüseanbau gebaut, Materialien für die handwerklichen Arbeiten gekauft, zwei Schulräume renoviert und das selbstgeleitete Zentrum für Naturheilkunde gestärkt. Ein Großteil des Geldes wurde wiederum für die Unterstützung der Waisen und armen Mädchen im Internat genutzt.

Eine Übersetzung der Post und eine Zusammenstellung der Nutzung des Geldes in 2020 hat Lehrerin Susana Martins in einer Präsentation Jécua 2021 zusammengefasst.

Und dass dieses Geld richtig eingesetzt wird, zeigen uns wiederum Dankesbriefe der Internatsschülerinnen. So schrieb eine Schülerin: „Ihr seid wie eine Sonnenblume. Ihr lasst das Dunkel hinter euch. Vor euch ist das Licht. Danke für eure Liebe. Helft mir, gute Dinge zu vollbringen.“ Eine andere schrieb „Liebe LehrerInnen und SchülerInnen aus Deutschland, vielen Dank für alles, was ihr für mich getan habt. Eure Nächstenliebe und Güte ermöglichten mir die Bildung. Bitte unterstützt mich weiterhin. Ihr könnt auf meinem Gebet zählen. Ihr habt mich wie eine Tochter unterstützt und deshalb möchte ich mir in der Schule Mühe geben. Ich kann euch nichts anbieten, außer meiner Dankbarkeit. Möge Gott euch segnen und begleiten.“

Text: Christiane Schabos