Sucht-Sehnsucht Projekttag

Welche Formen von Sucht gibt es? Eine von vielen Fragen, die am Projekttag geklärt wurden.
Welche Formen von Sucht gibt es? Eine von vielen Fragen, die am Projekttag geklärt wurden.

Sucht Sehnsucht

Unter diesem Motto standen auch in diesem Jahr die Aktionen rund um die Suchtprävention an der Liebfrauenschule. In Anbindung an eine Unterrichtsreihe in der Jahrgangsstufe 9 zum Thema „ Stoffgebundene und stoffungebundene Süchte – was macht das mit mir?“ gingen die Schüler in den Jugendtreff Nottuln. Mittels der Workshop Methode des World Cafes setzten sich die Schüler mit den Themen Alkohol, Shisha, Cannabis, Soziale Medien und Sport eigenverantwortlich auseinander, wobei Dr. Gerd Pohl und Petra Nachbar, Fachstelle Suchprävention, Caritas Coesfeld in der abschließenden Diskussion als Moderatoren unterstützend wirkten.

Die Jahrgangsstufe 8 beschäftigte sich, wie schon Tradition an der Liebfrauenschule, einen ganzen Tag lang mit dem Thema Sucht Sehnsucht. Der Morgen begann mit einer Autorenlesung. Hermann Wenning, im Münsterland groß geworden, las Passagen aus seinem Buch: Lauf zurück ins Leben – Bericht einer Lebenskrise. Hierdurch gelang es ihm die Aufmerksamkeit der Jugendlichen auf seiner Seite zu haben, um mit ihnen immer wieder ins Gespräch zu kommen und die Ernsthaftigkeit der Thematik durch sein Erlebtes zu verdeutlichen.

Mit dieser Grundstimmung war es den Schülern anschließend ein Leichtes in die sieben verschiedenen Workshops einzutauchen. Diese haben sich im Laufe der Jahre immer wieder verändert. So waren in diesem Jahr zwei neue Institutionen an Board.
Das Kolpingwerk war mit der auch in Nottuln tätigen Organisation Respekt vertreten. Mit Hilfe der Sozialarbeiter Johanna Frenk, Doris Schmitz und Jan Wegeng haben die Schüler sich spielerisch, handlungs- und gefühlsorientiert dem Thema „Was geht, wenn nichts mehr geht“ genähert und so z. B. Situationen erkannt, in denen eine Grenzsetzung wichtig ist.

Mit Lioba Krüger, Sozialarbeiterin und Suchttherapeutin bei der AWO Sucht- und Drogenberatungsstelle Dülmen haben die Schüler eine „Superdroge“ entwickelt. Die Aufgabe war die Wirkung der Droge sowie die Nebenwirkung und die Beschaffenheit zu beschreiben, zu erklären ob die Droge süchtig macht oder nicht, wie man sie einnimmt, wie lange sie wirkt und ihr einen Namen zu geben. Jede Gruppe stellte ihre Ergebnisse vor. Es wurde dann besprochen, welche Wirkungen durch die „Superdroge“ erzielt werden sollen, wie man die positiven Gefühle auch auf andere Art und Weise erreichen kann und warum manche Nebenwirkungen gefürchteter sind als andere. Ferner wurde besprochen, warum Drogen süchtig machen können und woran man dies merkt.

Daneben waren bewährte Workshops, wie „Alkoholiker? Ich doch nicht“ (Bernd Hahn, Kreuzbund), „Wo soll ich mit meinen Aggressionen hin?“ (Christoph Ihmenkamp, Sportlehrer), „Was mir guttut!“ (Mechthild Rensing, Schulseelsorgeri), „Gesundes, genüssliches Essen“ (Phillipp Voß, HW Lehrer) und der Treffpunkt Nottuln in Zusammenarbeit mit der Suchtpräventionsstelle auswählbar.
So hatten die Schüler die Möglichkeit auch nach Interessenslage sich mit dem Thema auf unterschiedliche Weise auseinanderzusetzen.

von Christiane Schabos