Zeugnisübergabe 2022 – Licence to live

Bis in die Tischdeko war das Motto des Abschlussjahrgangs präsent.
Bis in die Tischdeko war das Motto des Abschlussjahrgangs präsent.

Erstmals seit Beginn der Coronapandemie fand nun die feierliche Übergabe der Abschlusszeugnisse für den Zehner-Jahrgang der Liebfrauenschule in der Nottulner St. Martinus Kirche statt.

Passend zur Stimmung begann der ökumenische Gottesdienst unter der Leitung von Pfarrerin Regine Vogtmann mit dem Lied „Oh happy day“. In ihrer Predigt sagte sie, dass die Schülerinnen und Schüler allen Grund zum Feiern hätten, denn schließlich sei das der Lohn für ihre Anstrengungen. Außerdem betonte sie den Sinn für Gemeinschaft und die gute Stimmung in der Stufe. Leider sei nun auch der Zeitpunkt für Wehmut und Traurigkeit gekommen, denn mit dem Schulabschluss beginne ein neuer Lebensabschnitt, manch einer vermisse seine Freunde und für andere sei nicht klar, wie es weitergehe.

Das Vorbereitungsteam für den Gottesdienst unter der Leitung der Religionslehrerinnen Cordula Klingeberg und Esther Cantama hatte für die Schülerinnen und Schüler eine Überraschung parat, und zwar ein Puzzleteil von einem Klassenfoto. Dieses könne man bis zum nächsten Klassentreffen im Kleingeldfach seines Portemonnaies schlummern lassen, um es dann gemeinsam mit den Teilen der anderen wieder zusammenzustecken. Und so klang der Gottesdienst passend mit dem Lied „Und bis wir uns wiedersehen“, dargeboten vom Lehrerchor, aus.

Die anschließende Zeugnisübergabe leitete Schülerin Sina Loick aus der Klasse 10a ein: sie präsentierte ihr großes musikalisches Können am Marimbaphon und erntete zu Recht lang anhaltenden Applaus.

Thorsten Heck, stellvertretender Schulleiter, begrüßte danach die Anwesenden. Den Schülerinnen und Schülern gab er das Motto des schottischen MacKenzie Clans, dass er bei einer Reise nach Schottland entdeckt hatte, mit auf den Weg: „I shine, not burn“ oder „Ich brenne nicht, ich leuchte“. Die Schülerinnen und Schüler könnten stolz auf das Erreichte sein: „Sei ein Stern, geh in die Welt, leuchte, aber brenne nicht“.

Der stellvertretende Bürgermeister Paul Leufke lobte die Kirche als Ort für die feierliche Übergabe der Abschlusszeugnisse und überbrachte die Grüße und Glückwünsche der Nottulner Gemeinde. Auch Karin Eickhoff, Schulpflegschaftsvorsitzende, fand viele lobende Worte für die Schülerinnen und Schüler, ihre Eltern und das Lehrerkollegium. Schulleiter Heinrich Willenborg erhielt zum Dank für die tägliche „schweißtreibende Arbeit“ ein Sporthandtuch.

Schülersprecherin Yasmin Mateus Drewes erinnerte an die schönen Dinge der Schulzeit, z. B. die Klassenfahrten und die Tage religiöser Orientierung, Erlebnisse, die im Gedächtnis blieben. Sie dankte den Lehrkräften für ihre Toleranz, ihren Mut und ihre Kraft, jeden Tag zu unterrichten, auch wenn einmal bei einem Schüler „der Verstand an der Garderobe hängen geblieben war“.

Schulleiter Heinrich Willenborg ging auf das Motto des Abschlussjahrgang ein: „Licence to live“. Eigentlich bräuchten sie ja gar keine Lizenz, denn jeder habe das Recht auf Leben, aber mit aktuellen Entwicklungen wie dem Klimawandel, der Coronapandemie und dem Krieg in der Ukraine sehe man, wie schnell Leben in Gefahr sei. Heute sollten sie aber miteinander feiern und insofern vergab er die „Licence to party“. Dafür gab es auch gute Gründe, denn von 97 Schülerinnen und Schülern erreichten drei Viertel die Fachoberschulreife und sogar mehr als die Hälfte den Qualifikationsvermerk.

Abschließend verteilten die Klassenlehrerinnen Christina Wtulich für die Klasse 10a, Esther Cantama für die 10b und Christiane Gutbier für die 10c sowie Klassenlehrer Michael Nieborg für die 10d die Zeugnisse.

Musikalisch umrahmt wurde die Zeugnisvergabe von der Schulband unter der Leitung von Lehrerin Luna Kahmann. Sie spielte „Older“ und „Dance Monkey“ und trug so zur guten Stimmung bei.

Am Abend wurde dann bei Speis und Trank, Musik und Tanz in der Turnhalle des Rupert Neudeck Gymnasiums weiter gefeiert.

Text und Fotos: Daniela Smolka