Zeugnisübergabe für den Abschlussjahrgang

Klassenweise konnten die Abschlussschülerinnen und Abschlussschüler die Zeugnisse in Empfang nehmen.
Klassenweise konnten die Abschlussschülerinnen und Abschlussschüler die Zeugnisse in Empfang nehmen.

Nach einem feierlichen ökumenischen Gottesdienst am Vormittag und den Grußworten vom Nottulner Bürgermeister Dr. Dietmar Thönnes und der Beigeordneten Doris Block sowie der Schulpflegschaftsvorsitzenden Katrin Eickhoff und Schülersprecher Gino Bröcker, wurden am Nachmittag Klasse für Klasse die Abschlusszeugnisse in der Liebfrauenschule überreicht. Dort wurden die Schüler am roten Teppich musikalisch von der Schulband empfangen.

Schulleiter Heinrich Willenborg begann seine Ansprache jeweils, indem er an den Verpackungskünstler Christo erinnerte, der mit seiner Frau Jeanne-Claude berühmte Bauwerke wie das Berliner Reichstagsgebäude mit Stoffen und Seilen verhüllt hat. Warum tat er das? Er wollte, dass die Menschen ihre Perspektive ändern. Genau das mussten die Schülerinnen und Schüler des 10. Jahrgangs auch im vergangenen Schuljahr. Während der Coronapandemie konnten sie keine Freunde treffen, nicht feiern und es gab keine Klassenfahrten. Stattdessen gab es Distanzunterricht und andere Unterrichtsformen wie Wechselunterricht und Präsenzunterricht in halben Klassen. Was nehmen die Schülerinnen und Schüler aus diesem Schuljahr mit? Diese Frage beantwortete Heinrich Willenborg so: viele Abschlussschüler haben beispielsweise neue Talente entdeckt, sind selbstständiger geworden und mussten sich neu orientieren.

Letztlich endete das ungewöhnliche Schuljahr dann für alle Schülerinnen und Schüler erfolgreich. Alle haben den Abschluss geschafft. Ein Viertel haben den Hauptschulabschluss nach Klasse 10 erreicht, drei Viertel den mittleren Schulabschluss und die Hälfte aller Schülerinnen und Schüler haben sogar die Berechtigung für den Besuch einer gymnasialen Oberstufe bekommen. Besonders hervorgehoben wurde die Tatsache, dass sich darunter ein Mädchen befindet, dass nach der Prognose der Grundschule gar keinen Abschluss erreicht hätte. Das sei auch der Verdienst der Lehrkräfte, die alle Schülerinnen und Schüler im Blick haben.

Heinrich Willenborg beendete seine Rede, indem er zum Ausgangspunkt zurückkam und Christo zitierte: „Freiheit ist so wichtig wie das Augenlicht.“ Der Schulleiter wünschte den Abschlussschülern in diesem Sinne, dass sie ihre Freiheiten zu schätzen wissen und sich darüber hinaus nach ihrer Schulzeit an der Liebfrauenschule auch für einen freiheitlichen und respektvollen Umgang aller Menschen einsetzen. Sie sollen nicht nur auf ihre Durchschnittsnote oder ihre Deutsch-, Mathe- und Englischkenntnisse schauen, sondern das Beste aus sich herausholen.

Umrahmt wurde die Ansprache von den Liedern „Verdient“ von Grooveminister und „Der letzte Tanz“ von Bosse, die auf Wunsch des Organisationsteams gespielt wurden.

Schließlich wurden die Abschlusszeugnisse von den Klassenlehrern und Klassenlehrerinnen überreicht: für die 10 a von Christiane Gutbier, für die 10 b von Eckart Kortas, für die 10 c von Phillipp Roberg und für die 10 d von Eva Weddeling. Neben den Zeugnissen gab es für jeden Schüler und jede Schülerin als Präsent eine Rose, eine Überraschungstüte „Party to go“ und die Abschlusszeitung als Erinnerung mit auf den Weg.

Text: Daniela Smolka