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Jécua - unsere Partnerschaft (2006 - 2010)

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Post aus Jécua
Jécua-Mission
Manica, Mosambik

Oktober 2006, Brief aus Jécua

Lieber Herr Suttrup, liebe Eva und liebe Wohltäter!

Langsam geht ein Schuljahr wieder zu Ende. Die Mädchen aus unserem Internat und alle Schüler haben schon ihre letzten Arbeiten geschrieben und warten auf die Ergebnisse. Die Schüler der 10. und 12. Klassen legen ihre Prüfungen ab dem 1. November ab. Die anderen Schulkinder haben ab November Schulferien.

Am 7. Oktober feierten wir einen Dankgottesdienst für das vergangene Schuljahr. Elf von unseren Internatsmädchen und Jungen wurden getauft bzw. ihre erste Kommunion gefeiert. Es war eine sehr schöne und lebendige Eucharistie, an der auch viele Eltern unserer Mädchen teilgenommen haben. Danach haben wir mit ihnen eine Besprechung gehabt. Anschließend konnten alle diese Ausstellungen der Kunsthandwerke, die im Laufe des Jahres angefertigt wurden, genießen.
Wir sind sehr dankbar für Eure ganze Hilfe in diesem Jahr. Viele Mädchen haben die Chance gehabt, zu lernen.

Wir haben es auch oft geschafft, allen Mädchen unseres Heimes und einer Gruppe von Müttern aus dem Dorf einen Kunsthandwerkkurs anzubieten. Einige haben sich mit einfacher Stickerei beschäftigt, andere mit Kreuzsticharbeit, andere mit Näharbeit, andere mit Häkelei und wieder andere mit Leimwandmalerei.
Wunderschöne Objekte sind dabei entstanden.

Viele Kranke wurden durch unsere pflanzlichen Arzneimittel geheilt und in zwei Gemeinden konnten wir auch einige Beauftragte für Gesundheit und Aufklärung ausbilden.
Einer von den zwei geplanten Fischteichen ist schon fertig und hat schon Fische drin, der andere wird bis zum Ende des Monats fertig sein.
Die Bezahlung der Mauer um unseren Gemüsegarten ist vollständig und auf diese Weise ist unser Gemüse von den freilaufenden Rindern, Lämmern und Schweinen aus der Nachbarschaft gut geschützt.

Im Augenblick machen wir uns viele Sorgen um das nächste Jahr. Das erste Ziel unseres Heimes ist, vielen armen Mädchen die Chance anzubieten, in die Schule zu gehen. Viele Mädchen aus dem Landesinneren haben noch keinen Zugang zur Schule. In den meisten Fällen handelt es sich um die Töchter armer Kleinbauern.

Eine große Hilfe war für uns das Weltprogramm für Ernährung, das uns mit Reis, Zucker, Salz, Mais, Sardinen und Erbsen versorgte. Dieses Hilfsprogramm soll hier bald abgeschafft werden. In Anbetracht dieser Situation brauchen wir eure Unterstützung, damit wir mit dem Haus des „Cristo Rei“ weiter machen zu können.
Der Jahresbeitrag für das Schuljahr 2007 ist 3000,00 Mtn = 115,38 US pro Jahr. Viele Internatsmädchen schaffen es nicht, diesen Beitrag zu bezahlen. Und er ist eigentlich sehr niedrig in Relation zu den realen Instandhaltungskosten des Hauses.
Im Bereich der Gesundheit, dienen eine Schwester und zwei Beauftragte den Kranken, die sie täglich aufsuchen.
Sie züchten Kräuter und stellen mit ihren pflanzlichen Preparaten Infusionen, Säfte, Sirups, Tabletten und Salben her. Sie sind sehr aktiv in den Gemeinden, wo sie Gesundheitsschulungen anbieten.

Präsent sind wir auch in der Gemeinde, wo wir die Katechese und die Kinder- und Jugendmission fördern.
Kleinere christliche Gemeinschaften und religiöse Berufungen begleiten wir auch.
Im Anhang senden wir den Kostenvoranschlag für das nächste Jahr und wir bitten Euch um Unterstützung für unsere Instandhaltungskosten.
Wir glauben, dass die Investitionen in der Erziehung und Ausbildung der Mädchen auch der Entwicklung dieses Landes dienst, wo Frauen ihre Würde und Emanzipation langsam erwerben.

Wir bedanken uns im Voraus für Eure Großzügigkeit. Möge der gute Gott Euch belohnen, für alles was ihr tut, damit mehr Leute auf dieser Erde ein würdiges Leben haben.

Im Namen aller Schwestern unserer Lieben Frau und im Namen aller, die Eure Hilfe genossen haben,

Schwester Nilse Catarina Eidt


März 2007, Brief aus Jécua

Liebe Wohltäter,
Wir möchten euch berichten, wie wir eure Spendengelder im Jahr 2006 angewendet haben.
Mir eurer großzügigen Hilfe konnten wir die Handwerkstätte in Gang halten. Malerei, unterschiedliche Sorten von Stickerei und Näharbeiten wurden dadurch unseren Mädchen angeboten und eine Frauengruppe aus dem Dorf konnte auch bei den Näharbeiten mitmachen und lernen. Die Lehrer für diese Werkstätte werden auch von uns bezahlt.

Im Bereich Gesundheit konnten wir auch unsere Arbeit weiter entwickeln: Patienten täglich empfangen, Gesundheitshelfer für alternative Medizin in zwei Gemeinden ausbilden, und natürliche/pflanzliche Mittel erstellen.

Wir konnten 16 arme Mädchen bei uns im Heim aufnehmen und sie sind nicht nur bei uns in die Schule gegangen, sondern haben auch an allen unseren Aktivitäten teilgenommen. Einige von diesen Mädchen bekamen finanzielle Unterstützung für die Schuluniform und das Schulmaterial.
Ohne eure Hilfe wäre diese Arbeit nicht möglich gewesen.

Ich möchte euch mitteilen, dass ich zu einer anderen Missionsstelle, die Dombe heißt, gerufen worden bin. Schwester Maria Bernadete Fengler wird meine Stelle hier übernehmen und sie wird auch für dieses Projekt verantwortlich sein.

Vielen Dank für eure Hilfe und ich hoffe, dass der gute Gott euch belohnt.

Schwester Nilse

Kostenbericht 2006
Im Januar 2006 haben wir 7.221,00 US$ bekommen. Unsere Verwendung dieses Spendengeldes:

Hilfe für das Heim Cristo Rei  2.163,68US$
Bezahlung von Lehrern  4.771,00 US$
Unterstützung armer Mädchen  55,00  US$
Anschaffungen für die Handwerkstätten  123,00  US$
Bankkosten  108,23  US$


November 2007, Brief aus Jécua

(Anm.: Der Brief ist in portugiesischer Sprache geschrieben und deswegen an Frau Susana Martins gerichtet, die ihn für uns übersetzt hat)

Liebe Susana,
Wie geht es Euch und Eurer Arbeit? Wir hoffen, es geht Euch allen gut.
Wir haben uns sehr über die Nachricht gefreut, dass Ihr plant, dem Heim Cristo Rei so großzügig zu helfen. Ich freue mich auf die Worte von Herrn Suttrup. Nur Gott kann eure Arbeit und Mühen für die Armen wieder gut machen.
Ich habe den Brief mit euren Fragen und Sorgen bekommen und fürchte, ich habe mich in dem letzten Bericht undeutlich geäußert.
Alle Projekte, die ihr unterstützt habt, sind für uns sehr wichtig.

Mit der Zucht von kleinen Tieren, brauchen wir viel weniger Fleisch zu kaufen (um die Hälfte).Der elektrische Ofen ermöglicht es uns, Kosten für Brot zu sparen, denn die Mädchen backen es selber.
Die beiden Fischteiche, die in 2006 fertig gestellt wurden, fangen langsam auch an uns Fisch zu liefern, um die Mädchen zu ernähren.
Das Anbaufeld ist jetzt mit einer großen Mauer umgeben. So bleibt es gegen die Tiere der Nachbarschaft und gegen Räuber geschützt. Vom Feld nehmen wir für das ganze Jahr Zwiebeln, Knoblauch, Manjok, Kohl, Wirsing, Blattsalat, Paprika, Bananen, Papaia, Zuckerrohr, Kürbis, Erdnuss und etwas an Bohnen und Mais. Das Feld ist immer sehr schön gepflegt. Unter der Leitung von Angestellten, helfen die Mädchen dabei, das Feld zu säubern und anzubauen.
Unsere aktuelle Sorge richtet sich auf die Ernährung der zunehmenden Zahl von armen Mädchen. In diesem Jahr hatten wir mehr Sorgenkinder als in den letzten Jahren und wir möchten auch ihnen helfen. Das Heim ist ein sozial-engagiertes Werk.
Unser Saldo ist im negativen Bereich, weil wir nicht damit gerechnet hatten, dass das weltweite Programm für Ernährung die Lieferung von einigen Lebensmitteln einstellen würde. Diese Situation hat unsere Kosten für 2007 deutlich erhöht. Wir müssen Mittel finden, aus dieser vorübergehenden Krise raus zu kommen. Alles was neu ist, bringt Sorge und Angst mit sich.
Trotzdem bieten wir die Handarbeit-Werkstätten weiterhin an, denn wir glauben, sie sind wichtig für die Zukunft der Mädchen. Die Mädchen bekommen alles, was sie brauchen. Das Heim entwickelt sich nicht zurück.

Eure Hilfe ist so groß, dass wir Euch zu einem Besuch gerne einladen möchten, damit Ihr unsere Arbeit und die Mission kennen lernen könnt.
Ich hoffe, ich habe die Frage beantworten können. Andere Fragen beantworte ich gerne.

Liebe Grüße und ehrliche Dankbarkeit,
Schwester Bernardete


Dezember 2007, Nottuln

Auf Initiative von Christiane Schabos stellt der SC 28 Nordwalde e.V. aus dem Erlös des Allerheiligenlaufs den Betrag von 1.250 € für unsere Partnerschaft in Jécua zur Verfügung.
"Von Mädchen für Mädchen" - auch die Turnerinnen des SC 28 Nordwalde unterstützen das Projekt mit 50 €.

vielen Dank allen Beteiligten


Januar 2008, Brief aus Jécua

Liebe Susana,
"Wie gut ist Gott!"
Ihr seid wie unsere gutherzigen Engel. Wir möchten uns dafür bedanken, dass Ihr uns immer wieder bei unseren Projekten helft.
Es war eine große Freude, als wir unseren Kontoauszug sahen, und feststellten, dass ihr im Dezember 12.497 Euro auf das Konto des Heims überwiesen habt.
Es ist sehr erfreulich zu wissen, dass es so weit weg von uns Wohltäter gibt. Uns verbindet die Mission und die Solidarität.

Die 84 Mädchen des Heims Cristo Rei werden von dieser Hilfe profitieren, und sie werden sich eines Tages für die Veränderung dieses Landes einsetzen, wo Humanität, Gesundheit, Familie, Bewusstsein und Würde eine Rolle spielen werden.
Liebe Susana, bitte übersetzen Sie diesen Brief für die, die für diese Spende verantwortlich sind, damit unsere Dankbarkeit sie erreichen kann.

Die Mädchen kommen langsam zum Heim zurück. Der Unterricht fängt am 28. Januar an. Bis dahin räumen wir das Haus groß auf, tauschen gebrochene Fenster, kaputte Türen und Schlösser aus. Die Einkäufe werden gemacht und alles wird gründlich gereinigt, damit wir unsere Aktivitäten erfolgreich beginnen können.

Euch allen ein gesegnetes 2008
Mit lieben Grüßen und Gebeten,

Schwester Maria Bernadete Fengler


Februar 2009, Brief aus Jécua (Auszug)

...
Dank Eurer Arbeit mit Lehrern, SchülerInnen und Gemeinde konnten wir das Jahr 2008 ohne Sorgen abschließen. Die 12.497 Euro, die ihr im Dezember 2007 überwiesen habt, wurden für folgende Einzelposten ausgegeben:

  • Unterstüzung des Heims (Lebensmittel und Wartung)  4.000 €
  • Ausgaben für die Handarbeit- und Kunstwerkstätten  1.500 €
  • Unterstützung von Mädchen und Waisen  5.000 €
  • Wartung des Autos  1.400 €
  • Bankgebühren  240
  • Total  12.140 €

mit Freundschaft
Sr. Bernadete

August 2008, Nottuln

Zum Jahresabschluss des letzten Schuljahres veranstaltete unsere Schule zum zweiten Mal einen "Aktionstag für Afrika", genauer einen Tag zur Unterstützung der Partnerschaft mit dem Internat La Cristo Rei und der Schule in Jécua / Mosambik.
Aufgrund der guten Erfahrungen im letzten Jahr und der positiven Unterstützung der Idee durch die Nottulner Bevölkerung und das Wohlwollen der Nottulner Unternehmen wurde die Idee des Sponsorenlaufs und der sozialen Tätigkeiten wiederum umgesetzt. Und damit liegen wir goldrichtig. Die Aktion und der Einsatz der Schüler und Schülerinnen fand so viel Anklang, das in diesem Jahr 10.994,71 Euro zusammengelaufen und erarbeitet werden konnte. Auf diesen Betrag sind wir alle sehr stolz und sehr dankbar für die große Resonanz. Somit können wir als Schule weiterhin laufende Kosten, mittragen. Ohne unsere Unterstützung wäre es in der momentanen Situation der Welternährungsproblematik nicht möglich, das Internatsleben und die Bildungschancen, gerade auch von benachteiligten Schülerinnen, aufrecht zu halten. Uns ist es zudem auch möglich, mit dem Geld neue Projekte anzustoßen: Eine von M. Drewes-Kuhlmann initiierte Idee ist, Bäume anzupflanzen.
Diesen Plan hat Susanna Martins den Schwestern in Jécua bereits mitgeteilt. Diese Idee findet auch Sr. Bernadete, Leiterin des Internats "fantastisch", wie sie uns in einem Schreiben mitgeteilt hat. Sie berichtet, das auch die Regierung von Mosambik damit beginnt, die Schulen für dieses Thema zu sensibilisieren. Außerdem möchten die Schwestern in alternative Energiequellen, wie Solarkocher, investieren, um die Energiekosten und die Stromnutzung zu senken. Mit diesen Initiativen werden zugleich auch unsere Klimaprojekttage thematisch aufgegriffen und die entstandene Sensibilität bei den Schülern in praktische, sinvolle und lebensnahe Projekte in Jécua umgesetzt.
Christiane Schabos & Michael Nieborg

Mai 2010, Einladungsbrief aus Jécua

Sehr geehrter Herr Suttrup,
Das (Schul)Jahr 2010 neigt sich langsam dem Ende zu. Wir hatten Probleme mit der Stromversorgung, wodurch uns Internet und Computer ausfielen. Deshalb verzögerte sich unsere Antwort auf Ihre email.
Als Anhang zu diesem Brief schicken wir den Ausgabenbericht 2009 mit. Wir freuen uns über die große Unterstützung und das Engagement Ihrer Schule. Wie schön, dass Lehrer, Schüler, Eltern und Gemeinde Aktivitäten organisieren, die Spenden einbringen, um die Bildung unserer Mädchen zu unterstützen.

Wir würden uns sehr freuen, wenn Stellvertreter für Lehrer, Schüler oder sogar Eltern uns besuchen würden, um zu sehen, was wir durch Ihre große Hilfe alles aufgebaut haben, um die Mädchen besser unterstützen zu können.

Sie sind immer herzlich willkommen.
Mit freundlichen Grüßen
Im Auftrag des Heims

Schwester Maria Bernadete

Ausgabenbericht 2009
  • Unterstützung für Waisenmädchen  5.000 €
  • Kosten zur Aufrechterhaltung des Heims  4.500 €
  • Anschaffungen für Textil- und Kunstunterricht  500 €
  • Wartungskosten des Autos  1.750 €
  • Renovierungskosten  1.500 €
  • Reparatur an der Wasserpumpe  700 €
  • Bankgebühren  309 €
Gesamtkosten  14.259


Mehr als 14000 Euro haben die verschiedenen Aktionen des Schuljahres 2009/2010 für unser Hilfsprogramm in Afrika erbracht. Jetzt erhielten wir eine Aufstellung der Aufgabenbereiche, die zurzeit zur Linderung der größten Not vordringlich sind:
Von A wie Autoreperaturkosten (2000 €) über C wie Computer (2000 €) und L wie Lebensmittel (Auch an den Grundnahrungsmitteln fehlt es!) (3000 €) bis W wie Waisenunterstützung (4000 €), außerdem noch je 1000 € für Sport und Werkstätten.
Ein Betrag von 13000 € wird jetzt an Sr. Bernadette, Leiterin des Internats Lar Cristo Rei, überwiesen. Damit können wir nicht allen Wünschen und Bedürfnissen nachkommen, aber die Ausbildung der siebzig im Internat lebenden Mädchen für das Jahr 2011 sichern.
Leider haben wir immer noch keine klare Antwort wegen unseres Förderantrags für die erhoffte Mozambique- Reise.
Wir bleiben hartnäckig und melden uns bei den Bewerberinnen  für einen Platz in der Reisegruppe. Zurzeit versuchen wir, über eine Beteiligung an einem Wettbewerb der Bistumsbank DKM an einen Förderpreis zu kommen: Vielleicht eine neue Chance!