Dr. Dietmar Thönnes zu Besuch in der Liebfrauenschule

Die Klasse 7b beim Besuch von Bürgermeister Dr. Thönnes während der Veranstaltung im Klassenraum.
Die Klasse 7b beim Besuch von Bürgermeister Dr. Thönnes während der Veranstaltung im Klassenraum.

„Nicht der Opa der Nation“

Bei den Kommunalwahlen in NRW vor zwei Monaten entstand die Idee, Dr. Dietmar Thönnes in die Liebfrauenschule einzuladen. Gesagt – getan. Nun besuchte der Nottulner Bürgermeister die Klasse 7b im Rahmen des Unterrichtes im Fach Wirtschaft-Politik von Fachlehrerin Eva Weddeling.

In Begleitung der Jugendbeauftragten Daniela Tap stellte sich Thönnes den Fragen der Schülerinnen und Schüler, die zuvor im Unterricht zusammengestellt worden waren. Gleich zu Beginn machte er klar, dass er seinen Job sehr gerne mache, aber in fünf Jahren nicht für eine weitere Amtszeit zur Verfügung stehe, dann habe er „sein Pulver verschossen“ und wolle „nicht der Opa der Nation sein“. Bis zur nächsten Kommunalwahl seien seine wichtigsten Aufgaben die Leitung der Verwaltung, der Vorsitz des Gemeinderates und die Kontaktpflege zu den Bürgerinnen und Bürgern.

Viele Fragen drehten sich natürlich um die Lebenswirklichkeit der Schülerinnen und Schüler. So erläuterte Thönnes, dass der Skatepark im Bereich des Spielplatzes an der Hovestadt gebaut werde, weil man auch die Lärmbelastung und den Lärmschutz für die Nachbarschaft berücksichtigen müsse und deshalb den Standort nun etwas am Ortsrand gewählt habe. Eine weitere Frage drehte sich um die Sanierung des ehemaligen Internatsgebäudes, in dem die Klasse 7b ihren Klassenraum hat. Die ehrliche Antwort lautete, dass die Schülerinnen und Schüler dies wohl nicht mehr während ihrer Schulzeit an der Sekundarschule erleben werden. Aktuell würden Toiletten und Verwaltungstrakt im Hauptgebäude umfangreich saniert und so rücke die Sanierung weiterer Gebäudeteile angesichts einbrechender Gewerbesteuereinnahmen zunächst in den Hintergrund.

Sehr erfreut war Thönnes über die Idee eines Schülers, der mehr Fahrradständer an der Sparkasse in Appelhülsen anregte, wo es eine Bushaltestelle, aber eben wenig Stellplätze für Fahrräder gäbe. Er teilte mit, dass die Gemeinde Nottuln schon Anlehnbügel angeschafft und eingelagert, aber noch nicht montiert habe. Den vorgeschlagenen Standort wolle er prüfen.

Im Gespräch zeigten sich nicht nur die Schülerinnen und Schüler interessiert an den Aufgaben und dem Arbeitsalltag des Bürgermeisters, sondern auch umgekehrt zeigte der Bürgermeister und die Jugendbeauftragte großes Interesse an den Ideen der Lernenden. Angebote wie zum Beispiel “Politik und Plätzchen” in Zusammenarbeit mit dem Jugendtreff, und Planungen zur engeren Zusammenarbeit der Jugendbeauftragten Tap mit der Liebfrauenschule sollen dazu beitragen.

Die 7b bedankte sich mit selbst gebackenem Kuchen für den Besuch und freut sich in Zukunft, über die Jugendbeauftragte den Kontakt zur Gemeinde zu halten.

Text und Fotos: Daniela Smolka und Eva Weddeling