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Schulfest 2010

schulfest_2010
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WN, 01.11.10
Nottuln - Nicht nur die „gemauerten Steine“ standen am Samstag in der Liebfrauenschule Nottuln im Mittelpunkt, auch wenn es um die Einweihung des schmucken Neubaus ging. Mehr noch rückte Weihbischof Dieter Geerlings in seiner Predigt die „lebendigen Steine“ ins Blickfeld aller Anwesenden. Mit einer Eucharistiefeier startete die in der Trägerschaft des Bistums Münster stehende Realschule ihr Schulfest. Den Festgottesdienst unter dem Motto „Lebendige Steine“ zur Einweihung des neuen Schulgebäudes feierte der Weihbischof gemeinsam mit Pfarrdechant Norbert Caßens und Kaplan Axel Pieper und rund 100 Besuchern im Foyer der Schule.

Das Thema habe sehr viel mit dem Neubau zu tun, aber auch mit unserem Leben, betonte Geerlings. „Steine alleine machen eine Schule nicht lebenswert.“ Das mache etwa der Apostel Paulus deutlich, in dem er die Gläubigen lebendige Steine nennt. Als roter Faden zog sich der Begriff der „lebendigen Steine“ durch den Festgottesdienst, der vom Schüler- und Lehrerchor mitgestaltet wurde.

Nach der Eucharistiefeier begleiteten Seelsorger, Klassenlehrer und Schüler Weihbischof Geerlings in das neue Schulgebäude. Musikalisch von Lehrer Heinrich Willenborg und Schulseelsorgerin Mechthild Rensing unterstützt, erbat er Gottes Segen, segnete die Kreuze für die Klassenzimmer und danach die Räume des Hauses. Anschließend begrüßte stellvertretende Schulleiterin Christine Schabos im Zentrum der Schule zahlreiche Gäste zum Festakt. Mit besinnlichen Gedanken, sportlichen Darbietungen und musikalischer Unterhaltung gestalteten Schüler und Schulband die festliche Stunde unterhaltsam und abwechslungsreich mit.

Dr. William Middendorf, Leiter der Hauptabteilung Schule im Bischöflichen Generalvikariat Münster, erinnerte daran, dass der Anlass für die Feier bereits im Jahr 1975 mit dem Bau von Pavillons begann. Damals seien diese als Provisorium eigentlich nur für etwa zehn Jahre aufgestellt worden. Middendorf. „Mit diesem Neubau ist eine wichtige Etappe des äußeren Schulbetriebes erreicht.“

Die Glückwünsche der politischen Gemeinde übermittelte Bürgermeister Peter Amadeus Schneider. „Die Realschule ist eine Perle in unserer Nottulner Schullandschaft“, betonte er und dankte Dr. Middendorf für die kompetente und gesprächsbereite Partnerschaft mit dem Generalvikariat.

Mit einem amüsanten Gespräch dreier „Nottulner Steine“ (Schüler Joy Schmedt, Schulpflegschaftsvorsitzender Jürgen Saget und Schulleiter Ulrich Suttrup) über die Besonderheiten des Neubaus endete die Feierstunde. Zugleich fiel damit der Startschuss für das große Schulfest. In dessen Rahmen präsentierten die Schüler die Ergebnisse ihrer Projekttage zum Thema „Be-Heimat-et“. Unter vielfältigen Aspekten hatten die Schüler an den Projekttagen ihrer und auch fremder Heimat nachgespürt. Künstlerische, naturkundliche, historische, geografische und futuristische Ergebnisse wurden von den Besuchern des Festes bestaunt und sehr gelobt. Einen besonderen Schwerpunkt bildete der Blick auf die Menschen, die auf Grund von Kriegen, Hunger oder ökologischen Katastrophen ihre Heimat verlassen mussten. Beeindruckend war da das von Jugendlichen der Jahrgangsstufe 8 zusammen mit dem Theaterpädagogen Andreas Peckelsen ausgedachte Stück, das von Straßenkindern und Armut handelte.

Mit dem Kauf des von den Schülern angebotenen Adventskalenders konnte jeder selbst etwas gegen die Armut in Afrika tun. Das Motiv zeigt die gebürtige Nottulnerin Sr. Raphaela Händler mit Kindern in Tansania.

VON MARITA STROTHE, NOTTULN