Schulsozialarbeit

Janina Enning, die neue Schulsozialarbeiterin der Liebfrauenschule
Janina Enning, die neue Schulsozialarbeiterin der Liebfrauenschule

Mein Name ist Janina Enning. Ich bin Sozialarbeiterin und seit dem 1.9.2019 in der Liebfrauenschule Nottuln als Schulsozialarbeiterin tätig. In den folgenden Abschnitten möchte ich meine Arbeit und die Schulsozialarbeit vorstellen.

Schulsozialarbeit – Was ist das eigentlich?

In der Schule wird den Schüler/innen vorrangig Wissen vermittelt, in Fächern wie Deutsch, Mathe oder Fremdsprachen. Doch neben den „harten Fakten“ gibt es noch den notwendigen Erwerb von Sozial- und Lernkompetenzen. Schulsozialarbeit setzt an dieser Stelle an: Schulsozialarbeiter/innen vermitteln den Schüler/innen Kompetenzen, wie man beispielsweise respektvoll miteinander umgeht, Konflikte löst und Streit gewaltfrei beendet.

Manchmal können Schüler/innen sich auch nicht angemessen auf die Schule konzentrieren, weil sie Sorgen, Ängste und/oder Probleme haben. Die Gründe können ganz unterschiedlich sein: Probleme mit Freunden, in der Klasse, mit Lehrer/innen, in der Familie, Liebeskummer, psychische Probleme…. So individuell und vielfältig wie die Schüler/innen sind, so individuell und vielfältig können auch ihre Probleme, Ängste und Sorgen sein. Lehrer/innen befinden sich durch ihre Position in einer Bewertungsfunktion. Schulsozialarbeiter/innen haben diese Funktion nicht, weshalb sie unabhängig vom Unterricht eine neutrale Vertrauensperson sein können.

Und was mache ich genau?

Meine Arbeit besteht aus mehreren Schwerpunkten:

Einzelfallberatung und Krisenintervention: Ich berate, unterstütze und begleite Schüler/innen ganz individuell, nach den jeweiligen Problemlagen und Bedürfnissen und versuche gemeinsam mit ihnen Lösungen zu finden. Wenn sich Schüler/innen in einer Krise befinden, helfe ich zeitnah, individuell und beziehe das System mit ein.

Soziales Lernen & Sozialtrainings: Durch soziales Lernen im Unterricht, Sozialtrainings in Kleingruppen und durch themenspezifische Projekttage, sollen die Schüler/innen in ihrer Persönlichkeit gestärkt werden, Gewaltanwendungen durch den Erwerb von Handlungsmöglichkeiten verringert und ein friedliches Miteinander gefördert werden.

Mit gestärkten sozialen Kompetenzen können sich Schüler/innen dann besser auf ihren Unterricht konzentrieren, wodurch die Chancen auf eine angenehme Schulzeit und einen guten Schulabschluss steigen.

Ratgeberin für Eltern: Ich berate ebenfalls Eltern, wenn dies gewünscht wird. Da ich mit dem örtlichen Hilfesystem in Nottuln vernetzt bin, kann ich bei der Suche nach passenden Ansprechpartner/innen für die Lösung von Problemen helfen.

Ratgeberin für Lehrer/innen: Neben den Schüler/innen und Eltern berate ich auch Lehrer/innen bei Problemen im pädagogischen Alltag, um gemeinsame Strategien zu erarbeiten.

Netzwerkarbeit: In Nottuln und im Kreis Coesfeld gibt es viele Hilfe- und Unterstützungsmöglichkeiten, mit denen ich vernetzt bin. Diese können bei Bedarf hinzugezogen werden.

Schulsozialarbeit bedeutet für mich, dass man sich gemeinsam mit der Schule auf den Weg macht, Prozesse des ganzheitlichen Lernens mit Kopf, Herz und Hand umsetzt und Schüler/innen darin begleitet, positive gemeinschafts- und gesellschaftsfähige Persönlichkeiten zu werden. Das konstruktive und soziale Miteinander ist ein sehr wichtiger Bestandteil gelingender Schul- und Klassenkultur. Ich möchte mit meiner Arbeit dazu beitragen, dass sich alle Schüler/innen in der Schule wohlfühlen und gute Voraussetzungen zum Lernen am Lebensort Schule haben.

Ich bin montags, mittwochs, donnerstags und freitags von 8.15 Uhr bis 15.30 Uhr und dienstags von 12.00 Uhr bis 15.30 Uhr erreichbar. Sie finden mich im Neubau in Raum 22. Kontaktieren können Sie/kannst du mich unter der Telefonnummer 02502/221622, auf dem Handy unter 0172/7736864 oder per E-Mail: enning-j@bistum-muenster.de.