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Jécua - unsere Partnerschaft (2000 - 2005)

jecua
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Der Ort Jécua liegt im Nordwesten Mozambiques nahe der Grenze zu Zimbabwe und bietet die einzige Mittelschule in einem riesigen Gebiet, etwa so groß wie ganz Nordrhein-Westfalen. Das Mädcheninternat „Lar Crist Rei“ der Schwestern Unserer Lieben Frau bietet für ca. 80 Mädchen aus weit entfernten Dörfern die einzige Möglichkeit eines Schulbesuchs.

Die Entwicklung der Partnerschaft im Einzelnen:

2000 in Nottuln
Im Jahre 2000 wurde anlässlich des Besuches von Sr. Nilse Eidt in Coesfeld ein Betrag von 500 DM überreicht und eine Zusammenarbeit vereinbart.

2000 in Jecua; Sr. Nilse berichtet:
„Mit diesem Geld haben wir eine kleine Bibliothek im Internat "Lar Cristo Rei" eröffnet, mit Büchern, in denen die Mädchen Themen nachschlagen und bearbeiten können.“

2001 in Nottuln
Bischof Silota (Bischof von Chimoio) besucht anlässlich des Weltmissionstages die Liebfrauenschule und berichtet aus seiner Heimat: „Wirklichen Frieden gibt es nur da, wo Menschen ein Minimum zum Leben haben.“

2001 in Jecua; Sr. Nilse berichtet:
„Im November 2001 bekamen wir eine finanzielle Unterstützung, mit der wir Mobilar für die Gesundheitsstation in Jécua und für die örtliche Schule erwarben; wir reparierten das Dach der Schule; bauten einen Stall, um Kaninchen und Hühner zu züchten.“

2002 in Nottuln
Dieses Jahr stand ganz im Zeichen unseres Schuljubiläums „100 Jahre“. Der Erlös des Schulfestes wird zur Hälfte für Jécua bestimmt.

2002 in Jecua; Sr. Nilse berichtet:

„In diesem Jahr konnten wir hier Malkurse geben, Nähen und Sticken lehren und Gesundheitsvorsorge leisten.
Mit dem Geld aus dem Verkauf der Arbeiten der Schülerinnen konn-ten wir neüs Material kaufen. Einige Mädchen zeigen großes künstlerisches Geschick.“

2003 in Nottuln
Die Aktionen während der Fastenzeit sind – soweit sie einem finanziellen Ertrag bringen – Jécua gewidmet.
Nach ihrer Rückkehr aus Mozambik erzählt Frau Hegge unseren SchülerInnen von ihrem Aufenthalt.

2003 in Jecua; Sr. Nilse berichtet:
Elisabeth Hegge arbeitete ein knappes Jahr als „Missionarin auf Zeit“ in Jécua. Im Mai wurde uns durch Frau Hegge ein Betrag überreicht, der dazu bestimmt war, den Jahresbetrag des Internates für drei arme Mädchen (Ana Jacinta Antonio, Fina Lino, Fátima Luis) zu zahlen. Im August 2003 erhielten wir einen weiteren Betrag, der u.a. für den Bau eines Lagerraumes für Lebensmittel des PMA (Welternährungsprogramm) benutzt wurde.

2004 in Nottuln
Im Mai erlaufen wir fast 15000 € bei einem Sponsorenlauf für Jécua.

Eva Nast, Afrika erfahrene Kollegin mit den Fächern Erdkunde, Biologie, Physik und Mathematik, bereist Namibia und Mozambik. In Jécua wird sie überaus herzlich aufgenommen und bringt eindrucksvolle Fotos vom Leben vor Ort mit.

Christiane Gutbier, Kollegin mit den Fächern Deutsch und Geschichte, macht sich für die Herausgabe eines speziellen Adventskalenders zu Gunsten von Jécua stark. Unter Mithilfe der Nottulner Wirtschaft und einiger weiterer Sponsoren sowie der gesamten Schule wird die Aktion zu einem tollen Erfolg, nicht nur in finanzieller Hinsicht.

2004 in Jecua; Sr. Nilse berichtet:
Einige Vorhaben aus dem Jahr 2004:

1. Förderung einiger Personen mit dem Ziel zur Selbsthilfe: Dieses sind jugendliche Schüler. Eine Schülerin, möchte Getränke kaufen, um sie weiterverkaufen zu können und nach einiger Zeit Geld verdient. Eine andere Jugendliche möchte eine kleine Hühnerzucht aufziehen und durch den Verkauf der Tiere ihr Studium und das ihrer Geschwister und anderer Jugendlicher zu unterstützen, denn sie sind verwaist.

2. Entwicklungshilfe der Mission in Jécua

a) Die Förderung von kleinen Ausbildungskursen für die Leitungspersonen der Gemeinden, auf dem Gesundheitsgebiet und in der Pastoralarbeit durch das Erwerben von Lehrmaterial und Unterstützung in der Ernährung.

b) Wir sind dabei eine Backstube für das Internat zu errichten, u.a. mit Hilfe der Gemeinde in Haselünne, aus der Frau Hegge stammt. Mit der Unterstützung aus Nottuln konnten wir den Ankauf einer Teigknetmaschine realisieren.

c) Im Internat sind viele arme Mädchen, die keine Möglichkeit haben den Jahresbeitrag zu zahlen. Uns ist sehr daran gelegen diese Mädchen zu unterstützen und zu fördern, dass sie einen Zugang zu einer Schulbildung bekommen und so tragen wir auch zur Förderung der Frauen bei.

3. Unterstützung des "Interessenkreises Chitewe" - Vereinigung Mutandädza
Der "Interessenkreis Chitewe" ist ein Zusammenschluss von zwölf Frauen, die als ein kleines Projekt eine Hühnerzucht betreiben und Stick- und Näharbeiten herstellen. Im vergangenen Jahr hatten sie einige Schwierigkeiten und konnten die Produktion nicht steigern. Jetzt lebt die Gruppe wieder auf, doch sie brauchen eine Starthilfe.

Das Geld von Nr.1 und 3 werden wir mit der Zeit zurückgewinnen, so dass wir weiteren Personen oder Gruppen helfen können.

2005 in Nottuln
Unser Schulfest „Afrika hat alle Farben“ prägt das Schulleben in diesem Jahr. Auch im Unterricht bekommt Afrika besondere Aufmerksamkeit. Der Erlös des Festes ist für Jécua.

Bundespräsident Horst Köhler lädt einen Schüler/eine Schülerin unserer Schule ein, ihn auf seiner zweiten Afrikareise (nach Madagaskar, Mozambik und Botswana) zu begleiten. Nach einem intensiven Auswahlverfahren fällt die Wahl auf Monika Böhnke, Kl. 10a. Wegen der vorgezogenen Neuwahlen zum Bundestag musste die Reise verschoben werden und wird nun am 31. März 2006 beginnen.

Die Adventskalenderaktion ist auch im zweiten Jahr ein großer Erfolg.

2005 in Jecua
Sr. Emilia Welter wird Leiterin der staatlichen Mittelschule mit ca. viereinhalbtausend Schülerinnen und Schülern an 5 Standorten.
„Unsere Schule hat 535 Lehrbücher erhalten, zum Teil aus Brasilien, zum Teil in Mozambique gekauft dank des Geldes, das wir aus Nottuln erhalten haben. Aus diesem Anlass haben wir ein Fest gefeiert, an dem auch der Bürgermeister von Manica, der Regionalbildungsleiter und der Landwirtschaftsminister teilnahmen.

Sr. Nilse schickt uns Schülerarbeiten, die uns Anregungen für eigene künstlerische Auseinandersetzungen mit Afrika geben und die wir als Vorlage für schulische Publikationen verwenden wollen.