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Afrikatag 2011

Sponsorenlauf anlässlich des Afrikatages
Sponsorenlauf anlässlich des Afrikatages

WN, 22.07.11 - Der kleine Läufer ist echt außer Puste - und Durst hat er auch. Gut, dass Jan-Philipp Sudmann und seine Mitstreiter vom Schulkiosk da sind. Mit einem Becher Mineralwasser versorgt er seinen jüngeren Mitschüler - und eins-zwei-drei ist dieser wieder fit für die nächste Runde.

„Die Schülerfirma, die unseren Kiosk betreut, hat das Mineralwasser gesponsert“, freut sich Christiane Schabos. Die Konrektorin kann stolz auf ihre Schüler sein. Denn am Afrika-Tag, den sie gemeinsam mit ihren Kollegen Michael Nieborg und Christoph Ihmenkamp vorbereitet hatte, zogen wieder alle mit. Auch die Schulsanitäter, die in diesem Jahr ihre Erste-Hilfe-Ausbildung gemacht haben, waren dabei. Sie betreuten den Sponsorenlauf, bei dem die 270 Jungen und Mädchen des 5. bis 7. Jahrgangs an den Start gingen.

Einen vier Kilometer langen Rundkurs mussten sie bewältigen - und das so oft wie möglich. Für jede geschaffte Runde gab es einen Stempel in die Sponsorenliste. Die Lehrer werteten diese am Nachmittag aus, sodass die Kinder sie am Freitag, dem letzten Schultag, mit nach Hause nehmen können.

Das Geld, das die Sponsoren den Schülern hinterher für ihre „verbuchte“ Laufleistung geben, fließt der Hilfe für das Mädchen-Internat Lar Cristo Rei in Jecua (Mozambique) zu. Seit zehn Jahren unterhält die Realschule eine Patenschaft mit dem Internat. Und das Geld werde dort dringend benötigt, erklärt Christiane Schabos. „Vor allem auch für den Unterhalt der Mädchen, die keine sonstige Unterstützung bekommen, und für Reparaturen am Gebäude - jedenfalls nicht für irgendwelchen Luxus.“

Doch nicht nur die Läufer engagierten sich beim 7. Sponsorenlauf. Die 210 Schüler der Jahrgänge 8 und 9 tauschten - zum inzwischen fünften Mal - das Klassenzimmer mit der Arbeitswelt, um so Geld für die Mädchen in Jecua zu verdienen. Sie hatten sich entweder in ihren Familien, bei Nachbarn oder Verwandten verpflichtet, einen Tag lang zu arbeiten. Oder sie hatten sich bei heimischen Unternehmen gemeldet, um dort für eine Spende aktiv zu werden. So war etwa Florian Winge aus der 8b bei Sascha Hanning und half in dessen Fahrradfachgeschäft mit. Das sei nicht nur Arbeit, meinte Florian: „Mir macht das hier auch Spaß.“

Anna Mach Hagen aus der 9a hatte die Familien-Variante gewählt - und nahm diese auch sehr ernst. Nicht nur, dass sie die Rumpelkammer einmal ordentlich aufräumte. Auch andere Aufgaben - wie das Rasenmähen - übernahm die Schülerin an diesem Tag.

Und noch einer engagierte sich am Afrika-Tag: Joy Schmedt, ehemaliger Schülersprecher, war - obwohl er mit seinen 95 Stufenkollegen bereits feierlich entlassen worden ist - eigens zum Afrika-Tag wieder an seine alte Schule zurückgekehrt und half beim Sanitätsdienst: „Ich habe zurzeit Ferien. Da komme ich gern und mache mit.“

von FRANK VOGEL, NOTTULN