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Sturmfahrt nach Norderney

norderney_2004
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Außergewöhnlich sollte die Fahrt werden, die die Liebfrauenschule seit Monaten für den 24.06.04, also drei Tage nach Sommerbeginn, geplant hatte. Und außergewöhnlich wurde sie auch, aber anders als von den Organisatoren geplant! Denn ein Sturmtief überquerte Deutschland ausgerechnet seit dem Vorabend des Reisetages und schüttelte nicht nur die Planung kräftig durch.
Nach gut drei Stunden Fahrtzeit ging es auf die Fähre, die die Reisenden von Norddeich-Mole zum Hafen auf Norderney bringen sollte; die Frisia VI machte eine Sonderfahrt für die Nottulner Schule. „Schon bei der Ankunft am Anlegeplatz war es total windig. Die Fähre wackelte auf der Hinfahrt bei Windstärke 7. An Deck peitschen einem Winde entgegen mit Regen und Wellentropfen,“ notierte Maria B. (Klasse 6) später.
Wegen des stürmischen Wetters konnten die meisten der geplanten Aktionen leider nicht statt finden. Beim Burgenbauwettbewerb z.B. trotzten nur die ganz harten dem Sturm und zeigten ihr Können als Baumeister. Die übrigen Aktionsangebote, die Wetter unbeeinflusst waren, wurden jedoch mit großem Interesse von den Schülern angenommen.

Barfuss und mit hochgekrempelten Hosenbeinen gingen die Mutigen ins Wasser; doch auf der Flucht vor den Wellen raubte der Sturm so manchem das Gleichgewicht und er nahm ein unfreiwilliges Bad. Nur gut, dass viele für Wechselsachen gesorgt hatten!

Doch das größte Abenteuer stand noch bevor. “Die Rückfahrt mit der Fähre war sehr schwunghaft. Einmal dachte ich sogar, die Fähre kippt, aber sie hat nur in den hohen Wellen gedreht,“ bemerkte Jennifer aus Klasse 6. Und sie schreibt weiter, dass einige „unfreiwillig die Möwen gefüttert“ haben. Blass um die Nase waren die einen erleichtert, als sie endlich wieder festen Boden unter den Füßen spürten. Andere hätten sich noch stundenlang auf dem Oberdeck gegen den Wind und die Wellen stellen mögen.

Und so sind die Organisatoren letztlich mit dem Wetter versöhnt, denn die beglückenden Erfahrungen dieses Schulausfluges waren wirklich außergewöhnlich. Sie sind wohl kaum jemals in einer so großen Gemeinschaft zu erleben. Genau so ungewöhnlich und faszinierend, wie der wunderbare Regenbogen, der die Heimkehrer in Nottuln begrüßte!