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Abschluss 2010

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10 Jahre Glücksspiel - hoch gepokert & alles gewonnen

WN, 04.07.10 Nottuln - Festakt an der Liebfrauenschule:

 

119 Schülerinnen und Schüler begrüßte Konrektorin Christiane Schabos am Freitagnachmittag zur feierlichen Übergabe ihrer Abschlusszeugnisse. Erstmals fand die Feier, an der die Eltern und viele weitere Gäste teilnahmen, bei strahlendem Sonnenschein vor der Liebfrauenschule unter einem riesigen Fallschirm statt. Darunter fand auch die Schulband unter Leitung von Rudolf Höggemeier, die zwischendurch mit musikalischen Leckerbissen unterhielt, einen schattigen Platz.

An dem provozierenden Motto „10 Jahre Glücksspiel - hoch gepokert & alles gewonnen“ sei sie nicht herumgekommen, meinte Schabos. „Was versteht ihr unter Glück?“ Sie denke, dass das zufällige Glück, wie beim Poker, wohl nicht gemeint sei. Zahlreiche Gründe für Glücksgefühle führte die Konrektorin an. „Biologisch gesehen, kann auch Lernen glücklich machen“, schmunzelte sie. Schließlich werde bei Erfolg Depomin ausgeschüttet, wusste die Biologielehrerin. „Nehmt euer Leben in die Hand und werdet glücklich“, gab sie den Jugendlichen mit auf den Weg.
„Welch eine geniale Idee, das hier draußen zu machen“, fand Bürgermeister Peter Amadeus Schneider. „Eine weitere positive Facette einer ungewöhnlichen Schule.“ Die Schule habe Ihnen Schätze mitgegeben, meinte Schneider zu den Jugendlichen. „Nehmen Sie in Ihre Zukunft das an menschlichen Qualitäten mit, was sie hier gewonnen haben.“ Ein anderes Motto der scheidenden Jahrgangsstufe sprach für die Eltern Jürgen Saget an. „Glück widerfährt dem, der danach sucht“, so der Schulpflegschaftsvorsitzende. Geduld, Gott suchen, Gelingen und einiges mehr, sei ihm beim Buchstabieren von „Glück“ eingefallen. „Nehmt eure Talente und Kompetenzen an, die Ihr erworben habt. Es wird anerkannt und Ihr seid unschätzbar wertvoll“, betonte Saget.
Vor der Zeugnisübergabe stand noch die „Ehrung verdienter Schülerinnen und Schüler“ auf dem Festprogramm. „Ein Punkt, den es bei uns bisher nicht gab“, so Suttrup, weil es so schwer sei, das richtig einzuschätzen. Aber ein Zeugnis, auf das er das erste Mal in seiner Zeit an der Schule schaue, habe einen besonderen Stellenwert. Mit dem exzellenten Notendurchschnitt von 1,0 schloss Leonie Schöttler die Realschule ab. Aber auch beim sozialen Engagement seien Jugendliche der Jahrgangsstufe exzellent gewesen, betonte der Schulleiter. Deshalb zeichnete er mit Leonie Schöttler nicht nur die Notenbeste, sondern auch stellvertretend für viele andere Schülerinnen und Schüler Johannes Bröker, Jan Phillip Gording und Nicole Simalla für ihren großen sozialen Einsatz aus.
Mit dem Lied „Stark“ der Gruppe „Ich und Ich“ verdiente sich die Band nicht nur viel Applaus, sie setzte auch einen Musikwunsch von Schulleiter Ulrich Suttrup um. „Da sind Zeilen drin, die finde ich sehr gut für diesen Tag“, freute er sich. Stark sei, dass die Schüler hier Menschen begegnet seien, die sie annahmen, wie sie wirklich sind. Den höchsten Einsatz beim „Pokerspiel“ hätten aber die Eltern gesetzt, schmunzelte er. „Sie wussten gar nicht, welche Karten ihnen zugeteilt wurden.“ Deshalb sagte er ihnen danke, dass sie das Spiel des Lebens gewagt hätten. „Mädels und Jungs, macht was draus!“
Schülersprecherin Nicole Simalla erinnerte an die abwechslungsreiche Zeit an der Liebfrauenschule. „So sind wir von den kleinen Fünfern zu den großen Zehnern geworden“, betonte sie.
von Marita Strothe