Die Sekundarschule in 9 Fragen und Antworten

Sekundarschule: Was bedeutet das eigentlich für die Kinder und Lehrer (und Eltern)?

Nachdem die Genehmigung für die Errichtung der Sekundarschule in Nottuln (im Jahr 2012) erteilt worden war, wurde bei der Anmeldung mit 91 aufgenommenen Kindern eine respektable Größe für den Startjahrgang erreicht. Für diese Kinder wird zwar Schule nicht neu erfunden, aber dennoch werden sie mit vielen Neuerungen beginnen. Einige häufig gestellte Anfragen sollen in Form eines Frage-Antwort-Spiel zu klären versucht werden.


1. Welche Kinder besuchen die Sekundarschule?
 
Für unsere Sekundarschule wurden Kinder mit allen Formen von Übergangsempfehlungen angemeldet: von der Hauptschulempfehlung bis zur uneingeschränkten Gymnasialempfehlung. Dieses Ergebnis ist ganz im Sinne der Schulentwicklung, da die Sekundarschule dem Prinzip des längeren gemeinsamen Lernens verpflichtet ist. Insbesondere wird sie neben einer stärker praktischen Orientierung auch auf den Besuch von höheren Fachschulen und gymnasialen Bildungsgängen vorbereiten.
Im Bereich des zieldifferenten Lernens werden seit dem Schuljahr 2015/16 Schülerinnen und Schüler im Förderbereich LERNEN aufgenommen.


2. Wie groß werden die Klassen?

Die Landesregierung ist zunächst von einer Klassenstärke von 25 Kindern pro Klasse ausgegangen. Wir haben mit vier Klassen begonnen mit 23 Kindern pro Klasse. Die gegenüber anderen Schulformen reduzierte Klassengröße  ergibt sich aus dem besonderen pädagogischen Auftrag der Sekundarschule, Kinder mit großen Leistungsunterschieden zu unterrichten. In den Folgejahren ist die Schülerzahl des Startjahrgangs so kräftig angestiegen, dass im Schuljahr 2014/15 schon 114 Schülerinnen und Schüler, aufgeteilt auf fünf Klassen, besuchten. Insgesamt variiert die Schülerzahl pro Klasse zwischen 20 und 26 Schülern.


3. Welche Lehrerinnen und Lehrer unterrichten in der Sekundarschule?

Das Lehrerkollegium der Sekundarschule wurde vor allem aus Lehrerinnen und Lehrern der Liebfrauen-Realschule gebildet. Hinzu gekommen sind in den fünf Jahren des Bestehens viele junge Kolleginnen und Kollegen verschiedener Schulformen, u.a. auch von der Gesamtschule. Unverzichtbar ist dabei, dass ein Teil der Lehrer auch die Qualifikation für den Unterricht im Gymnasium besitzen muss.


4. Welche neuen Fächer werden an der Sekundarschule angeboten?
 
In den Klassen 5 und 6 werden wir Gesellschaftslehre (Erdkunde, Geschichte, Politik) und Naturwissenschaften (Biologie, Chemie, Physik) integriert unterrichten. Neu hinzu kommt das Fach Arbeitslehre. Ab Klasse 6 können die Schüler ein Wahlfach wählen; wir bieten an die 2. Fremdsprache (Französisch), Naturwissenschaften, Arbeitslehre und „Darstellen und Gestalten“. Die Schüler und Eltern der Klassen 5 werden jeweils rechtzeitig über die Ausgestaltung jedes einzelnen Faches informiert.


5. Bekommt die Schule einen neuen Namen und ein neues Logo?

Der Name unserer Schule ist auch heute schon schlicht und einfach Liebfrauenschule. Im Briefkopf und auf den Stempeln steht ergänzend die Schulform dabei. Das Logo, das vor ca. zehn Jahren aus einem Kreativwettbewerb hervorgegangen ist, kann mit seiner Aussage gerade auch für die neue Schulform stehen.


6. Werden auch Kinder mit Förderbedarf aufgenommen?
 
Ja! Bei uns eingerichtete und durch die Bezirksregierung Münster genehmigte Förderschwerpunkte sind
·         Lernen
·         Sprache
·         Hören und Kommunikation
·         Sehen
·         Körperliche und motorische Entwicklung


7. Benötigt die Schule neue (Unterrichts)-Räume?
 
Die vorhandenen Gebäude der Liebfrauenschule waren für eine dreizügige Schule ausgelegt. Fehlende Kapazitäten bei den Turnhallen werden zum Teil durch Hallenzeiten in den Turnhallen im Ort ausgeglichen. Aus finanziellen Gründen kann zur Zeit nicht mit einer Turnhallenerweiterung gerechnet werden.
Da die Sekundarschule vierzügig ist, wurden für den vierten Zug mindestens sechs weitere Klassenräume erforderlich. Um die Möglichkeit für zieldifferenten Unterricht zu schaffen, wurden zusätzliche Gruppenräume unbedingt benötigt. Außerdem gibt es Bedarf an Fachräumen (Naturwissenschaften, Technik). Ein weiteres wichtiges Thema ist die Raumversorgung für die Übermittagsbetreuung, die neben der Doppel-Nutzung von Klassenräumen wenigstens einen eigene Aufenthalts- und Spielraum erhalten muss. 
Im Sommer 2014 konnte ein Erweiterungsgebäude in Betrieb genommen werden, in dem die sechs Klassenräume, drei Differenzierungsräume und die Schulsozialarbeit einschließlich der Übermittagsbetreuung  untergebracht ist.
Der Fachraummangel und Raumdefizite im Verwaltungsbereich sind dagegen noch nicht kompensiert.



8. Welche Elemente des Schullebens an der Liebfrauenschule sollten an der Sekundarschule unbedingt fortgesetzt werden?
 
Diese Frage ist nicht leicht und vollständig zu beantworten, weil es so viele unverzichtbare Aktivitäten gibt. Streitschlichter, Schulsanitäter, Sporthelfer, “Schüler für Schüler“ sind fest installiert, aber auch die von den Zehntklässlern organisierte “5er-7er“-Party muss genannt werden. Neu hinzugekommen ist das Reitprojekt und das „Soziale Gruppentraining“. Über den Schulhorizont zu blicken und sich sozial und ökologisch zu engagieren, bleibt ebenfalls zentrales Thema. Unsere Kontakte nach Jécua und das vielfältige Engagement für die Schule dort sollen erhalten und nach Möglichkeit vertieft werden.


9. Wer gehört zur Schulleitung der Sekundarschule?
 
Die Schulleitung der Sekundarschule liegt in den Händen von H. Willenborg (Schulleiter) und C. Schabos (Stellv. Schulleiterin). Vom Schuljahr 2015/16 an hat H. Willenborg – bis dahin 2. Realschulkonrektor -  die Funktion des didaktischen Leiters der Sekundarschule übernommen. Diese Stelle bleibt im Schuljahr 2017/2018 unbesetzt.
Seit dem Schuljahr 2016/17 gehören ebenfalls Thorsten Heck (Abteilungsleitung 1 / Klasse 5 – 7 und Christiane Gutbier (Abteilungsleitung 2 / Klasse 8 – 10) zum Schulleitungsteam.