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Humanitäre Schule

Drei Elemente: Scoutausbildung, Planspiel und soziales Projekt. Ein Ziel: Menschlichkeit. Lehrerin Eva-Maria Meyer freut sich über die Auszeichnung der Liebfrauenschule als „humanitäre Schule“.
Drei Elemente: Scoutausbildung, Planspiel und soziales Projekt. Ein Ziel: Menschlichkeit. Lehrerin Eva-Maria Meyer freut sich über die Auszeichnung der Liebfrauenschule als „humanitäre Schule“.

Liebfrauenschule zum zweiten Mal als „humanitäre Schule“ ausgezeichnet

Erfolgreiche Teilnahme an Kampagne des Jugendrotkreuzes

Im Rahmen einer Zertifizierungsfeier wurde die Liebfrauenschule zum zweiten Mal nach 2017 für ihren Einsatz für mehr Menschlichkeit ausgezeichnet. Im nun abgelaufenen Schuljahr hatte die Klasse 10c unter Anleitung ihrer Politiklehrerin Eva-Maria Meyer an der Kampagne „Humanitäre Schule“ des Jugendrotkreuzes mit großem Erfolg teilgenommen.

Insgesamt 28 Schulen aus dem Einzugsbereich des Roten Kreuzes Westfalen-Lippe waren mit ihren Vertretern zur Feierstunde nach Herne gekommen. Der Vizepräsident des DRK Landesverbandes Westfalen-Lippe Heinz-Wilhelm Upphoff betonte in seinem Grußwort, dass Menschlichkeit in einer Welt voller Konflikte nicht immer selbstverständlich sei, und er dankte den anwesenden Schülerinnen und Schülern deshalb ausdrücklich für die Auseinandersetzung mit diesem Thema.

Bereits im Dezember hatten sich zwei Zehntklässler in einem Wochenendseminar als „humanitäre Scouts“ ausbilden lassen. Diese leiteten dann in ihrer Klasse das Planspiel „h.e.l.p.“ („Humanitäres Entwicklungs- und Lernprojekt“) an. Bei diesem Rollenspiel geht es um einen Konflikt in dem fiktiven Staat Malea, in dem die Entdeckung von Erdölressourcen zu einer humanitären Krise führt. Als letztes Modul in der Kampagne hatte die Klasse 10c für ihre jüngeren Mitschülerinnen und Mitschüler der Klasse 6a Anfang Juni eine Spielemesse organisiert, die große Beachtung fand.

Die anderen Schulen hatten ebenfalls interessante soziale Projekte durchgeführt, zum Beispiel eine Müllsammelaktion, einen Flohmarkt oder Hilfsangebote für Obdachlose. Besonders großen Aufwand betrieb die Gesamtschule Suderwich (Recklinghausen), die eigens einen „fairen Laden“ gegründet hatte, in dem nicht nur Lebensmittel wie Schokolade zu fairen Preisen verkauft werden, sondern auch Schulmaterialien wie Geodreiecke aus Maisstärke.

Im Rahmenprogramm der Feier trat der münsteraner Poetry-Slammer Jens Kotalla auf. Vor dem jugendlichen Publikum gab er einige Stücke aus seinem Repertoire zum Besten und philosophierte beispielsweise über den Unterschied zwischen Mayonnaise und Remoulade.

Leider konnten die beiden Scouts Marina Schmidtke und Sarah Tanlak wegen der Feierlichkeiten zum Schulabschluss nicht persönlich bei der Zertifizierungsfeier anwesend sein. Stellvertretend nahm Lehrerin Eva-Maria Meyer die Urkunden für die besonderen Verdienste der beiden Schülerinnen entgegen. Auch die Schule erhielt eine entsprechende Plakette als Auszeichnung. Voller Stolz kehrte Eva-Maria Meyer nach Nottuln zurück und fasste zusammen: „Durch solche Projekte wird der humanitäre Gedanke in den Köpfen der Schülerinnen und Schüler gestärkt. Besonders in der heutigen Zeit stellt dies einen Grundstein für eine funktionierende Gesellschaft dar.“

Foto und Text: Daniela Smolka