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Projekttage im Jg. 10

Schlemmen wie Ludwig der XIV. Der Französisch-Kurs machts möglich.
Schlemmen wie Ludwig der XIV. Der Französisch-Kurs machts möglich.

Projekttage des 10. Jahrgangs – eine Nachlese

Die Schülerinnen und Schüler des 10. Jahrgangs haben unmittelbar vor den Osterferien in ihren Wahlpflichtkursen drei Tage lang an ganz unterschiedlichen Projekten gearbeitet.

 

Der Biologiekurs arbeitete zum Thema „Evolution des Menschen“. Am ersten Tag haben die Schülerinnen und Schüler sich die Evolution der Primaten angeschaut und Informationen zu ausgewählten Affen und Menschenaffen mit Hilfe von Filmmaterial gesammelt. Darüber hinaus wurde der Schimpanse mit dem Menschen verglichen. Am zweiten Tag besuchte der Kurs den Allwetterzoo in Münster, wo die Schülerinnen und Schüler in der Zooschule noch einmal etwas über die Primaten erfuhren und verschiedene Beobachtungsaufträge zu erledigen hatten. Am dritten Tag wurden Präsentationen zu den Vormenschen bis hin zum Homo Sapiens erstellt.

 

Der Kurs Arbeitslehre-Hauswirtschaft hat sich mit dem Thema Körperkult und Schönheitswahn beschäftigt. Als erstes stand der Film "Embrace-Du bist schön“ auf dem Programm. Ausgehend von der Tatsache, dass 45% aller Frauen mit ihrem Körpergewicht unzufrieden sind, stellte sich die Frage nach einem gesunden Körpergewicht und für jeden Schüler bzw. jede Schülerin wurde der Tagesenergie- und Nährstoffbedarf berechnet. Eine weitere Fragestellung war der Energie- und Nährstoffgehalt eines Big Macs und inwieweit er den Bedarf des Einzelnen decken kann. Der Big Mac wurde dann auch zubereitet. Im Gegenzug wurde auch ein vollwertiges Menü gekocht (Süßkartoffelsuppe, gefüllte Hähnchenbrust und Erdbeerquark) und der Energie- und Nährstoffgehalt berechnet. Um sein Körpergewicht zu reduzieren, gibt es viele Diäten. Auch darüber hat sich der Kurs informiert und diese mit den Empfehlungen der DGE (Deutsche Gesellschaft für Ernährung) für eine vollwertige Ernährung vergleichen und entsprechend bewertet.

 

In Arbeitslehre-Technik beschäftigte sich der Kurs mit dem Lebensweg von Leonardo da Vinci und stellte insbesondere seine Erfindungen in einer Präsentation heraus. Im praktischen Teil bauten die Schülerinnen und Schüler den pyramidenförmigen Fallschirm als Modell nach und probierten ihn aus. Hierbei konnten sie feststellen, dass einige physikalische Gesetze nicht außer Acht gelassen werden durften (z.B. Schwerpunkt und Länge der Tragseile). Zum Schluss haben sich die Mitglieder des Kurses noch mit einer Brückenkonstruktion beschäftigt, die ohne zusätzliche Verbindungsmittel gebaut werden kann. Dass dies erfolgreich gelang, zeigt das entsprechende Foto!

 

Die Projekttage im Kurs Darstellen und Gestalten waren trotz der Umplanung aufgrund von Coronabestimmungen sehr erlebnisreich für alle. Ursprünglich sollten in den 3 Tagen die intensiven Proben und die Aufführung des selbstentwickelten Theaterstücks "In der Nacht" stattfinden. Am ersten Tag war der Kurs stattdessen zu Besuch im LWL-Museum für Kunst und Kultur in Münster. Unter dem Gesichtspunkt Mimik und Gestik in der bildnerischen Kunst lernten die Schülerinnen und Schüler in zwei Führungen in Gemälden aus dem Barock bis zur Moderne die Geschichten hinter den Bildern kennen. Was drückt ein Porträt, eine Figur oder Szene im Bild aus? Was haben die Darstellungen mit dem Fach Darstellen und Gestalten und mit mir als Betrachter bzw. Betrachterin gemeinsam? In den beiden darauffolgenden Tagen ging der Kurs diesen Fragen noch stärker nach, indem mit verschiedenen Techniken in der Analyse und im Praktischen gearbeitet wurde. Einzel- und Paardarstellungen in der Malerei wurden in ihrer Wirkung erforscht, auseinandergenommen, ergänzt, verfremdet oder umgestaltet. Das Arbeiten in vielen Techniken in mehreren Stunden nacheinander hat starke Ergebnisse gebracht und viel Freude bereitet.

 

Der Französischkurs wollte eigentlich die Projekttage in Paris verbringen. Coronabedingt musste die Fahrt jedoch ausfallen. Stattdessen gab es eine Tagesexkursion zum Schloss Nordkirchen mit einer Führung durch die Prunksäle und die Kapelle. Aufgrund seiner Architektur und seiner Ausmaße wird das Schloss auch das „westfälische Versailles“ genannt. Die Schülerinnen und Schüler erhielten zahlreiche Informationen vom Baubeginn Anfang des 18. Jahrhunderts unter dem Fürstbischof von Münster, über die Besitzerwechsel durch mehrere adlige Familien bis hin zur heutigen Verwendung als Hochschule für Finanzen des Landes Nordrhein-Westfalen. In Anlehnung an den Sonnenkönig Ludwig den XIV., der schon zuvor Thema im Unterricht war, kochten die Kursmitglieder außerdem ein üppiges, fürstliches Menü mit mehreren Gängen und erstellten dazu ein passendes Kochbuch.

 

Texte: Christina Wtulich, Vera Brendel, Eckart Kortas, Regina Westhoff und Daniela Smolka

Fotos: Daniela Smolka und Eckart Kortas