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Post aus Jécua

Jecua1
Mit einfachsten Mitteln beackern die Mädchen den Garten. Im Hintergrund sieht man das Internatsgebäude.

Spendengelder gut angelegt

Der ein oder andere fragt sich sicher, was aus seiner Spende geworden ist, die er im Rahmen des Afrikatages im Sommer 2025 an der Liebfrauenschule getätigt hat.
Antworten gibt nun ein Bericht, den die Schule von Schwester Ines Weber, der Leiterin des Mädcheninternates „Lar Cristo Rei“ im mosambikanischen Jécua, für das Jahr 2025 erhalten hat. Darin legt sie Rechenschaft darüber ab, wie die zuletzt gespendeten 15.000 Euro verwendet wurden.

Ungefähr die Hälfte der Spendensumme ist demnach für die Sanierung und Instandhaltung des Internatsgebäudes verwendet worden. Der zweitgrößte Posten auf einer langen Liste von Ausgaben sind Lebensmittel. Aber auch Computerhardware und dessen Reparatur, Schulgebühren, Lohnkosten für Angestellte, Anschaffung von landwirtschaftlichen Betriebsmitteln und Ausgaben für die Viehzucht und vieles mehr sind auf der Liste verzeichnet.

Von den Spendengeldern profitieren insgesamt 100 Mädchen, sie kommen aus verschiedenen Provinzen in Mosambik, meist aus ländlichen Gebieten, wo es keine Möglichkeit gibt, eine weiterführende Schule zu besuchen.
Schwester Ines schreibt, dass auf eine ganzheitliche Entwicklung der Mädchen großer Wert gelegt wird. So geht es in der Schule nicht nur darum, die intellektuellen Fähigkeiten zu verbessern, sondern auch die soziale Entwicklung und die religiöse Bildung zu stärken.
Im Sinne einer beruflichen Ausbildung lernen die Mädchen verschiedene Handarbeiten (sticken, häkeln, stricken und nähen mit der Nähmaschine) sowie den Umgang mit dem Computer. Außerdem sind sie in die Pflege des Gartens und des Hauses involviert.

Aus den Spendengeldern wurden auch verschiedene Ausflüge finanziert „um die Mädchen mit hervorragenden Leistungen zu motivieren und zu ermutigen“, so Schwester Ines. Eine Exkursion ging beispielsweise zu den Höhlenmalereien von Chinhamapere, einem historischen und kulturellen Ort, ein anderer Ausflug führte die Schülerinnen zum Chicama-Wasserkraftwerk, wo die Stromproduktion studiert wurde.

Schwester Ines dankt allen Spendern für ihre großzügige Unterstützung. „Möge der gute und vorsorgliche Gott euch immer belohnen und segnen“, so schließt sie ihren Bericht ab.
Die Liebfrauenschule wird auch in diesem Jahr vor Beginn der Sommerferien den traditionellen Sponsorenlauf für Afrika organisieren, um das Mädcheninternat weiterhin zu unterstützen. Die Spendengelder sind aus Sicht der Schule gut angelegt.

 

Text: Daniela Smolka

Fotos: Schwester Ines Weber