1000 Lichter für die Ukraine
Liebfrauenschule übergibt Kerzenspenden im St. Franziskus-Hospital Münster
Aus einer spontanen Idee wurde eine bewegende Aktion: Angeregt durch einen Zeitungsartikel entschied sich die Liebfrauenschule, die Initiative „1000 Lichter für die Ukraine“ während der Fastenzeit aktiv zu unterstützen. In dieser Woche machte sich schließlich ein voll beladenes Auto mit gesammelten Kerzenresten sowie eine kleine Gruppe engagierter Schülerinnen, Schüler und Lehrkräfte auf den Weg nach Münster zum St. Franziskus-Hospital.
Vor Ort wurde die Gruppe herzlich von Gisela Wuttke, Künstlerin des Künstlerkollektivs Vierwärts, empfangen. Sie erläuterte den Schülerinnen und Schülern die Entstehung, Idee und Bedeutung der Aktion und führte sie anschließend in die sogenannte „Kerzengießerei“. Diese befindet sich in einem Raum unter dem Krankenhaus, der von den dort tätigen Schwestern kostenlos zur Verfügung gestellt wird.
Besonders eindrucksvoll waren die Worte von Svitlana, einer der ukrainischen Frauen, die seit Monaten in der Kerzengießerei mitarbeitet. Sie berichtete anschaulich, wie die Kerzen in der Ukraine eingesetzt werden, wofür sie gebraucht werden und welche Bedeutung sie für die Menschen vor Ort haben. Die Schülerinnen und Schüler erhielten zudem eine praktische Einführung in das Gießen der Kerzen und konnten sehen, wie die fertigen Lichter später zum Einsatz kommen.
Der prall gefüllte Raum mit Kerzenresten verdeutlichte eindrucksvoll, wie groß die Spendenbereitschaft und Solidarität der Bevölkerung ist. Neben den mitgebrachten Kerzenresten überreichten die Schülerinnen und Schüler auch Briefe ukrainischer Schülerinnen und Schüler der Liebfrauenschule, die gemeinsam mit den Lichtern in die Ukraine weitergeleitet werden.
Die begleitenden Religionslehrerinnen Esther Cantama und Christina Sennekamp fassen zusammen: „Für die jungen Gäste war der Besuch eine tief berührende Erfahrung. Sie konnten hautnah miterleben, wie ihre Spenden einen konkreten Beitrag leisten und wie aus einfachen Kerzenresten Hoffnung und Licht entstehen.“
Zum Abschluss bedankt sich die Liebfrauenschule herzlich für die Möglichkeit des Besuchs sowie bei allen, die so zahlreich Kerzenreste gespendet und damit diese wertvolle Hilfe möglich gemacht haben.
Text: Esther Cantama und Daniela Smolka
Fotos: Esther Cantama und Christina Sennekamp
