Zeugnisübergabe an der Liebfrauenschule Nottuln
Wir machen uns auf den Weg
Die Feierlichkeiten für den Abschlussjahrgang 2026 der Liebfrauenschule Nottuln begannen traditionell mit einem Wortgottesdienst unter der Leitung von Pfarrdechant Norbert Caßens und Pfarrerin Regine Vogtmann in der St. Martinus Kirche. Einige Schülerinnen und Schüler hatten diesen gemeinsam mit Schulseelsorgerin Verena Kristau vorbereitet. Nach dem Schluss-Lied „A whole new world“, das zur Freude aller von Yasmin Atoui und Alessio Heinkow aus dem Entlassjahrgang performt wurde, ging es zur feierlichen Zeugnisübergabe ins Zentrum der Schule. Dort zeigten einige Schülerinnen aus der Musical AG zur Begrüßung einen Tanz aus der „Aladdin“-Aufführung.
Zur Begrüßung der Gäste stellte sich Nicole Möllenkamp, didaktische Leiterin der Schule, als die „Frau mit dem Eimer“ vor. Darin verbargen sich unter anderem Timer, Anti-Stress-Ball, Fernbedienung, Zeigestock und Memorykarten. So wie ihr Eimer mit Utensilien für den Unterricht gefüllt ist, wünschte sie den Schülerinnen und Schülern: „Geht raus in die Welt und füllt Euren Lebenseimer“.
Für die Gemeinde Nottuln sprach Hartmut Rulle, erster stellvertretender Bürgermeister, das Grußwort. Als ehemaliger Kripobeamter mit 40jähriger Erfahrung war er der richtige Mann, um das Motto des Jahrgangs „Abschluss oder nix – 10 Jahre unschuldig gesessen“ zu interpretieren. So stellte er amüsante Parallelen zwischen Gefängnis und Schule her, es gebe etwa hier wie dort Verhöre (Prüfungen) oder Geständnisse (Hausaufgaben vergessen). Auch die Schulpflegschaftsvorsitzende Katrin Eickhoff griff das Motto auf und appellierte: „Bleibt neugierig, mutig, ehrlich – egal wie lange ihr unschuldig gesessen habt!“
Schülersprecher Nubar Atalan aus der Klasse 10b blickte in seiner Rede auf die Schulzeit an der Liebfrauenschule zurück, die für viele eine „wilde Achterbahn“ gewesen sei. Er dankte dem Kollegium und den Klassenlehrerteams für die Unterstützung und den Einsatz sowie den Eltern, die ihren Kindern stets den Rücken gestärkt haben.
Nach einer musikalischen Einlage von Lehrerin Kristina Kruse am Piano nahm Schulleiter Heinrich Willenborg den Faden auf und lobte den Jahrgang, in dem drei Viertel aller Schülerinnen und Schüler den Mittleren Schulabschluss und sogar knapp die Hälfte des Jahrgangs die Berechtigung für den Besuch der Oberstufe erzielt haben. Besonders hob er hervor, dass alle Schülerinnen und Schüler mit sogenanntem Förderbedarf einen regulären Schulabschluss erreicht haben – entgegen allen Prognosen zum Beginn des 5. Schuljahres. Sein Dank richtete sich ausdrücklich an das „großartige Team der Sonderpädagoginnen“ an der Schule.
Anschließend überreichte Schulleiter Heinrich Willenborg die Zeugnisse, dabei wurde er von den Klassenlehrern und -lehrerinnen unterstützt: Kristina Kruse und Daniela Smolka (Kl. 10a), Michael Nieborg (Kl. 10b) sowie Katharina Henzel und Katrin Vahlenkamp (Kl. 10c). Insgesamt 73 Schülerinnen und Schüler hatten am Abend im Daruper Festzelt allen Grund zu feiern.
Text und Foto: Daniela Smolka
